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Jahresbericht 2015

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Start der Umsetzung von Programmen

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Vorwort Vorwort

Vorwort de
Dr. Rolf Hartl,
Präsident Erdöl-Vereinigung

Unsere Stiftung hat ein weiteres erfolgreiches Jahr hinter sich. Die Umsetzung der CO₂-Kompensationspflicht, wie sie der Gesetzgeber im CO₂-Gesetz von 2011 erstmals vorgesehen hatte, nimmt immer klarere Konturen an. Im Portefeuille der diversen Programme der Stiftung beginnt sich die Spreu vom Weizen zu trennen.


Wie so oft, wechseln sich Licht und Schatten in rascher Reihenfolge ab. Eine der positiven Noten besteht darin, dass nach heutiger Beurteilung die Kompensationspflicht bis und mit 2019 in die Reichweite des Machbaren gerückt ist. Dabei ist allerdings nicht zu übersehen, dass ein Grossteil dieses sich abzeichnenden Erfolges auf nur wenige Aktivitäten zurückzuführen ist, darunter auch Projekte, die zu Zeiten des früheren CO₂-Gesetzes – auf damals freiwilliger Basis – gestartet worden waren und heute noch messbare CO₂-Reduktionen liefern.

 

Zum Schatten: Aufgrund einer gesetzgeberischen Besonderheit muss die Kompensationspflicht im Jahr 2020, dem letzten der massgebenden Periode des CO₂-Gesetzes,  mit Massnahmen, die allein in 2020 wirksam werden, erfüllt werden. Aus heutiger Sicht ist die Erfüllung dieser Vorgabe ein schier unmögliches Unterfangen. Erhebliche Strafzahlungen und die Nachlieferung ausländischer Emissionszertifikate werden deshalb die Folge sein. Dies zeigt exemplarisch auf, wie anspruchsvoll es ist, ambitiöse CO₂-Reduktionsziele ausschliesslich mit Massnahmen im Inland erreichen zu wollen. Dass eine Tonne vermindertes CO₂ im Inland durchschnittlich mehr als das Zehnfache einer im Ausland verminderten Tonne CO₂ kostet, macht ebenfalls deutlich, wie fragwürdig – auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten – ein nationaler Alleingang in der Klimapolitik ist.

 

Das neue CO₂-Gesetz, das im Sommer 2016 in die Vernehmlassung kommt, wird auch in diesen Punkten das heutige System korrigieren müssen, wenn es das Prädikat „wirtschafts- und konsumentenfreundlich“ verdienen will. Nach dem Pariser Abkommen zeigt sich deutlich der Wille der internationalen Staatengemeinschaft, weltweit griffige Klimaschutzmassnahmen umzusetzen. Dies bietet der Schweiz die Chance, auch im Ausland Klimaschutzmassnahmen zu finanzieren und mit einem flexiblen, ausgewogenen Verhältnis von In- und Auslandaktivitäten die Effizienz ihrer Klimapolitik zu erhöhen.  Unter einer solchen Prämisse kann auch der Kompensationsmechanismus in der nun folgenden CO₂-Gesetzesperiode 2021–2030 eine wichtige und tragende Rolle einnehmen.


Dr. Rolf Hartl

Präsident Stiftung Klimaschutz und CO₂-Kompensation KliK

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Portfolio an Kompensationsaktivitäten Portfolio an Kompensationsaktivitäten

Video Marco Berg
Dr. Marco Berg zieht eine erste Zwischenbilanz

Das CO₂-Gesetz verpflichtet die Mineralölgesellschaften, welche fossile Treibstoffe in Verkehr setzen, in den Jahren 2013 bis 2020 durchschnittlich 5% der bei der energetischen Nutzung der Treibstoffe entstehenden CO₂-Emissionen zu kompensieren. Angesichts des in diesem Zeitraum voraussichtlich in den Verkehr gelangenden Treibstoffs wird die Kompensationsmenge etwa 6,5 Mio. Tonnen CO₂ betragen.

 

Die von der Erdöl-Vereinigung Ende 2012 gegründete Stiftung Klimaschutz und CO₂-Kompensation KliK nimmt als Kompensationsgemeinschaft den an ihr teilnehmenden Mineralölgesellschaften die Erfüllung ihrer Kompensationspflicht ab. Die Teilnehmer entrichten der Stiftung KliK in Form monatlicher Akontozahlungen ein Entgelt, welches sämtliche Kosten deckt, die ihr im Zusammenhang mit der Erfüllung der Kompensationspflicht entstehen. Die Kosten zur Kompensation der geschätzt 6,5 Mio. Tonnen CO₂ werden zwischen 1 und 2 Rappen pro im Zeitraum 2013 bis 2020 abgesetzten Liter Treibstoff betragen.

 

Zur Erfüllung der Kompensationspflicht ist eine ausreichende Menge an Treibhausgasreduktionen aus Kompensationsaktivitäten in der Schweiz nachzuweisen, die den Vorschriften des CO₂-Gesetzes bzw. der CO₂-Verordnung genügen. Geeignete Kompensationsprojekte oder -programme werden von den zuständigen Bundesstellen registriert und erhalten für verifizierte Emissionsverminderungen sogenannte Bescheinigungen ausgestellt. Indem die Bescheinigungen zur Erfüllung der Kompensationspflicht eingesetzt werden können, erhalten sie einen Wert. Durch den Verkauf der Bescheinigungen an Kompensationspflichtige entsteht ein finanzieller Beitrag, der die Umsetzung der jeweiligen Kompensationsaktivität fördert.


Vertragliche Wirkung
(Mio. t)
Text de 2 (inkl Bild)

Die Stiftung KliK nutzt die folgenden fünf Kategorien anrechenbarer Emissionsverminderungen:


  • Bescheinigungen für Emissionsverminderungen in 2008 bis 2012: Unternehmen, welche in der Periode 2008 bis 2012 von der CO₂-Abgabe auf Brennstoffen befreit waren, erhielten mehrheitlich vom Bund Emissionsrechte im Umfang ihres Emissionszielpfads zugeteilt. Viele unterschritten ihren Zielpfad und benötigten deshalb weniger Emissionsrechte als zugeteilt. Diese Unternehmen können verbliebene Emissionsrechte in Bescheinigungen umwandeln lassen, welche die Stiftung KliK zum Preis von 50 Fr. pro Stück erwirbt. Teilnehmer am Schweizer Emissionshandelssystem konnten ihre Überschüsse nur bis Ende Juni 2014 an die Stiftung KliK verkaufen.

 

  • Mehrleistungen aus Zielvereinbarungen: Von der CO₂-Abgabe mittels Emissionsziel befreite Unternehmen können Unterschreitungen ihres Zielpfads um mehr als 5% auf Gesuch in Bescheinigungen ummünzen. Die Stiftung KliK erwirbt solche Bescheinigungen bis 2020 zum Preis von je 100 Fr. pro Stück.

 

  • Selbst durchgeführte Projekte: Die anhaltende Reduktionswirkung von Projekten, die bereits von der Stiftung Klimarappen unterstützt wurden, kann zur Erfüllung der Kompensationspflicht eingesetzt werden. Im Sinne der CO₂-Verordnung handelt es sich um sogenannte selbst durchgeführte Projekte, an welche keine Bescheinigungen ausgestellt werden. Die Emissionsverminderungen werden von der Stiftung KliK zu den bereits von der Stiftung Klimarappen angebotenen Konditionen gekauft (Preise zwischen 60 und 135 Fr. pro Tonne CO₂).

 

  • Neue Projekte: Neue Projekte werden entweder durch die Stiftung KliK selbst oder durch die sechs für die Stiftung KliK tätigen Intermediäre akquiriert, welche dafür im Erfolgsfall eine Provision erhalten. Projekte müssen bis 2020 kumuliert mindestens 1‘000 Tonnen CO₂-Äquivalent reduzieren. Von der Geschäftsstelle positiv geprüfte Projekte erhalten einen Vertrag, der die Abnahme der Bescheinigungen durch die Stiftung KliK bis zum Jahr 2020 zu einem individuell vereinbarten Preis garantiert. Für Wärmeverbünde wird ein pauschaler Preis von 100 Fr. pro Bescheinigung offeriert.

 

  • Programme: Programme bieten die Möglichkeit, gleich geartete, kleinere Vorhaben methodisch und organisatorisch in einem Gefäss abzuwickeln, ohne sie je einzeln vom Bund bewilligen lassen zu müssen. Damit ist eine Möglichkeit zur Skalierung verbunden. Im Laufe des Jahres 2015 wurden 6 Programme registriert, die sich in verschiedenen Stadien der Umsetzung befinden; weitere 7 Programme, deren Registrierung im Laufe des Jahres 2016 erwartet wird, befinden sich in Vorbereitung. Programme weisen eine je spezifische Struktur auf, weshalb die Vertragskonditionen auf den konkreten Fall angepasst werden.

 

Das dritte Betriebsjahr der Stiftung KliK war weiterhin geprägt von den Bestrebungen, das Portfolio an Kompensationsaktivitäten zu erweitern, zunehmend rückte aber die Umsetzung der von der Stiftung in Eigenregie betriebenen Kompensationsprogramme in den Vordergrund.

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Jahresbericht Übersicht

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Plattformen Übersicht

Um die Übersicht über ihre Aktivitäten zu erleichtern, strukturiert die Stiftung KliK diese entlang der Plattformen Verkehr, Unternehmen, Gebäude und Landwirtschaft. Im Folgenden werden die Aktivitäten nach diesen Plattformen geordnet vorgestellt.


Übersicht über den Stand der Programme:


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Plattformen Plattform Verkehr

Video Umlagerung von Strasse auf Bahn

Umlagerung Strasse auf Bahn

Das Programm umfasst die Umlagerung von Gütertransporten von der Strasse auf die Bahn. Das gemeinsam mit der Stiftung KliK entwickelte Programm wird von der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) betrieben.

 

Sehen Sie sich die Projektreportage über die Firma Schilliger Holz AG an.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.enaw.ch/de/produkte/transportprogramm.

Weitere Programme und Projekte
Programme
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Plattformen Plattform Verkehr

Programme
Dank unserem Programm gab es schon vor dem Gotthard-Basistunnel einen Anreiz, Gütertransporte von der Strasse auf die Bahn zu verlagern.
Dr. Marco Berg, Geschäftsführer

Programme

Der Stand der innerhalb der Plattform Verkehr von der Stiftung KliK im Berichtsjahr behandelten Programme ist wie folgt:


Biotreibstoffe

Das Programm umfasst den Import sowie die Inlandproduktion von Biodiesel und Bioethanol, sofern diese die Bedingungen zur Befreiung von der Mineralölsteuer erfüllen. Dabei ist unerheblich, ob der Biotreibstoff in reiner Form oder als Beimischung zu einem fossilen Treibstoff vertrieben wird. Das gemeinsam mit der Stiftung KliK entwickelte Programm wird von Biofuels Schweiz betrieben.

 

Das Programm läuft seit dem 1. Januar 2014. Per Ende 2015 waren 13 Vorhaben in das Programm aufgenommen. Für das Jahr 2014 wurden vom Bundesamt für Umwelt 44‘369 Bescheinigungen ausgestellt, was leicht über den Erwartungen lag. Im Berichtsjahr verdreifachte sich der Absatz von Biotreibstoffen nahezu, so dass die vertraglich bis 2020 vorgesehenen 350‘000 Bescheinigungen vermutlich deutlich übertroffen werden.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.biosprit.org.


Elektro- und Hybridbusse

Das Programm umfasst den Ersatz fossil betriebener Busse durch rein elektrisch betriebene Busse ohne Oberleitung (Elektrobusse), Hybridbusse, Plug-In Hybridbusse und Elektrofahrzeuge mit Range Extender. Zugelassen sind nur Neufahrzeuge. Umgerüstete Fahrzeuge sind ausgeschlossen. Das unabhängig von der Stiftung KliK entwickelte Programm wird von der Stiftung myclimate betrieben.

 

Das Programm wurde im Mai 2014 vom Bundesamt für Umwelt registriert. Per Ende 2015 waren 10 Vorhaben in das Programm aufgenommen, welche die Anschaffung von rund 70 Hybrid- sowie 20 E-Bussen beinhalten. Bis 2020 rechnen wir mit der Lieferung von 12‘000 Bescheinigungen.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter http://www.myclimate.org/busprogramm


Umlagerung Strasse auf Bahn

Das Programm umfasst die Umlagerung von Gütertransporten von der Strasse auf die Bahn. Das gemeinsam mit der Stiftung KliK entwickelte Programm wird von der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) betrieben.

 

Das Programm wurde im Februar 2014 vom Bundesamt für Umwelt registriert. Per Ende 2015 waren 14 Vorhaben in das Programm aufgenommen. Im November 2015 wurden 4‘857 Bescheinigungen  für das Jahr 2014 ausgestellt. Bis 2020 rechnen wir mit der Lieferung von 34‘000 Bescheinigungen.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.enaw.ch/de/produkte/transportprogramm.


Elektrische schwere Nutzfahrzeuge

Das Programm umfasst den Ersatz fossil betriebener schwerer Nutzfahrzeuge (SNF) durch rein elektrisch betriebene SNF. Das gemeinsam mit der Stiftung KliK entwickelte Programm wird von der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) betrieben.

 

Das Programm wurde im Februar 2014 vom Bundesamt für Umwelt registriert. Per Ende 2015 waren 4 Vorhaben in das Programm aufgenommen. Im November 2015 wurden 23 Bescheinigungen  für das Jahr 2014 ausgestellt.  Bis 2020 rechnen wir mit der Lieferung von gut 1‘000 Bescheinigungen.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.enaw.ch/de/produkte/transportprogramm.


Optimierung Reifendruck

Nach dem Scheitern eines früheren Ansatzes zur Steigerung der Effizienz von bereits in Verkehr gesetzten PWs und leichten Nutzfahrzeugen entwickelte die Stiftung KliK wiederum gemeinsam mit dem Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) ein Programm. Diesmal soll bei Services und / oder Reifenwechseln in der Garage der Reifendruck 0.3 bar über den vom Hersteller empfohlenen Komfortreifendruck eingestellt werden. Dadurch verringert sich der Rollwiderstand und damit der Treibstoffverbrauch.

 

Das Programm wurde im Juli 2015 beim Bundesamt für Umwelt eingereicht und stand Ende 2015 unmittelbar vor der Registrierung. Wir erwarten daraus bis 2020 knapp 15‘000 Bescheinigungen.


Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter 

http://www.agvs-upsa.ch/de/rop


Projekte

Lediglich ein Projekt steht in der Plattform Verkehr unter Vertrag. In Bad Zurzach entsteht eine Anlage zur Produktion von Biodiesel aus Altspeiseölen mit einer Jahresproduktion von 40'000 Tonnen. Die im Oktober 2015 angelieferte Anlage wird voraussichtlich im Sommer 2016 den Betrieb aufnehmen. Wir rechnen mit der Lieferung von mehr als 250‘000 Bescheinigungen bis 2020.


Selbst durchgeführte Projekte

Von den ehemaligen Projekten der Stiftung Klimarappen, welche von der Stiftung KliK als selbst durchgeführte Projekte weiter unterstützt werden, gehören zwei zur Plattform Verkehr. Eines davon verbessert die Aerodynamik von Nutzfahrzeugen, im anderen werden die anhaltenden Wirkungen der bis 2010 durchgeführten Eco-Drive-Kurse angerechnet. Für diese Aktivitäten wurden für das Jahr 2014 vom Bundesamt für Umwelt 19‘774 Tonnen CO₂-Emissionsreduktionen angerechnet. Ein im Jahr 2013 noch in dieser Kategorie angerechnetes Projekt zur Herstellung von Biodiesel hat sich zwischenzeitlich dem Programm Biotreibstoffe angeschlossen. 


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Plattformen Plattform Unternehmen

Video Klimafreundliche Kälte

Klimafreundliche Kälte

In der Schweiz existiert eine grosse Zahl stationärer Kälteanlagen für industrielle und gewerbliche Anwendungen, z.B. für die Kühlketten der Detailhandelsfirmen. Diese verursachen über den Lebenszyklus einer Anlage beträchtliche Emissionen äusserst treibhauswirksamer Kältemittel. Trotz der weitgehenden Regulierung im Rahmen der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung können erhebliche Mengen an Emissionen durch gezielte Anreize vermieden werden, indem die Anlagen auf klimafreundliche Kältemittel wie CO₂ oder Ammoniak umgerüstet werden.

 

Sehen Sie sich die Projektreportage über das Kunstmuseum Bern an.

 

Weitere Informationen zum Programm Klimafreundliche Kälte und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.kaelteanlagen.klik.ch.

Weitere Programme und Projekte
Programme
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Plattformen Plattform Unternehmen

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Plattformen Plattform Unternehmen

Programme
Im Jahr 2015 haben zahlreiche Unternehmen innovative Klimaschutzmassnahmen dank der Förderung durch die Stiftung KliK umgesetzt.
Roman Schibli, Leiter Programme

Programme

Der Stand der innerhalb der Plattform Unternehmen von der Stiftung KliK im Berichtsjahr behandelten Programme ist wie folgt:


Senkenleistung Schweizer Holz

Verbautes Holz kann gemäss Anhang 3 der CO₂-Verordnung als einziger CO₂-Speicher Bescheinigungen erzeugen. Die bescheinigungsfähige Senkenleistung entspricht dabei der Mehrproduktion von Schweizer Holzprodukten gegenüber der erwarteten Referenz-Produktionsentwicklung der Gesamtbranche. Es werden drei Produktegruppen differenziert: Schnittholz der Sägereien, mitteldichte Holzfaser- und Spanplatten von Kronospan sowie Faserplatten von Pavatex. Zum Betrieb des branchenweiten Senkenprojekts wurde im April 2014 der Verein „Senke Schweizer Holz“ gegründet.

 

Das Programm läuft seit dem 1. Januar 2014. Für das Jahr 2014 wurden vom Bundesamt für Umwelt 227‘624 Bescheinigungen ausgestellt, was deutlich über den Erwartungen lag.  Bis 2020 rechnen wir mit der Lieferung von 810‘000 Bescheinigungen.


Klimafreundliche Kälte

In der Schweiz existiert eine grosse Zahl stationärer Kälteanlagen für industrielle und gewerbliche Anwendungen, z.B. für die Kühlketten der Detailhandelsfirmen. Diese verursachen über den Lebenszyklus einer Anlage beträchtliche Emissionen äusserst treibhauswirksamer Kältemittel. Trotz der weitgehenden Regulierung im Rahmen der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung können erhebliche Mengen an Emissionen durch gezielte Anreize vermieden werden, indem die Anlagen auf klimafreundliche Kältemittel wie CO₂ oder Ammoniak umgerüstet werden.

 

Ein erstes Programmmodul zum vorzeitigen Ersatz stationärer HFKW-Kälteanlagen wurde im Februar 2015 vom Bundesamt für Umwelt registriert und ist seither in Betrieb. Per Ende 2015 war ein Vorhaben im Programm aufgenommen, vier weitere Vorhaben befanden sich in Prüfung. Bis 2020 erwarten wir die Ausstellung von 13‘000 Bescheinigungen.

 

Zwei weitere im Laufe des Jahres eingereichte Module befinden sich noch in Prüfung durch die zuständigen Bundesstellen. Sie wollen zum einen den Ersatz von HFCKW-Anlagen anstelle ihrer Umrüstung auf HFKW-Kältemittel, zum anderen den Neubau klimafreundlicher Anlagen bei kleinen Verkaufsformaten wie Tankstellen-Shops fördern.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.kaelteanlagen.klik.ch.

 


Reduktion von Methan in Abwasserreinigungsanlagen

Abwasserreinigungsanlagen emittieren beträchtliche Mengen an Methan. Die wichtigsten ungenutzten Methanströme sind der Methanschlupf bei der Biogasaufbereitung sowie die Methanemissionen bei der Entwässerung und Stapelung von Klärschlamm. Die Methankonzentrationen in diesen Abluftströmen sind typischerweise zu klein für eine energetisch Nutzung. Durch den Verkauf von Bescheinigungen wird ein Anreiz gegeben, diese zusätzlichen Methanströme zu fassen und in existierenden Schlammverbrennungsanlagen oder Blockheizkraftwerken zu zerstören.   

 

Das unabhängig von der Stiftung KliK von South Pole Suisse entwickelte Programm wurde im September 2014 vom Bundesamt für Umwelt registriert. Per Ende 2015 waren 5 Vorhaben im Programm aufgenommen. Wir rechnen mit 38‘000 Bescheinigungen bis 2020.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter http://www.thesouthpolegroup.com/ara.


Zerstörung und Vermeidung von Deponiegas

In der Schweiz existieren zahlreiche Deponien, aus welchen methanhaltiges Deponiegas in die Atmosphäre entweicht, weil die Methankonzentration mittlerweile so gering ist, dass das entstehende Gas mit herkömmlichen Fackeln nicht mehr verbrannt werden kann. Meist besteht in diesen Fällen keine direkte Auflage zur weiteren Zerstörung des Methans; die Emissionen können aber über die Installation und den Betrieb von Schwachgasfackeln weiter eliminiert werden. Dies kann mit einer Aerobisierung in-situ gekoppelt werden, bei welcher durch Sauerstoffeintrag die Methanbildung im Deponiekörper selbst vermieden wird.

 

Das von der Stiftung KliK entwickelte Programm wurde im Juni 2015 vom Bundesamt für Umwelt registriert und ist seither in Betrieb. Per Ende 2015 waren sechs Vorhaben im Programm aufgenommen. Bis 2020 erwarten wir die Ausstellung von 54‘000 Bescheinigungen.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.deponiegas.klik.ch.


Projekte

Im Berichtsjahr wurden von der Stiftung KliK in der Plattform Unternehmen die folgenden Projekte akquiriert bzw. näher untersucht:


Zerstörung von Deponiegas

Noch vor der Entscheidung, ein Programm in diesem Bereich zu entwickeln, wurden zwei entsprechende Projekte unter Vertrag genommen. Eines davon, die Deponie Sass Grand (GR), ist seit 2011 in Betrieb. Bis Ende 2015 wurden 6‘125 Bescheinigungen ausgestellt und geliefert.


Lachgasreduktion bei der Klärschlammverbrennung

Bei der Verbrennung von Klärschlamm entstehen substantielle Mengen Lachgas, welche thermisch zerstört werden können. Mehrere Anlagenbetreiber haben dazu konkrete Abklärungen vorgenommen. Die ARA Emmen sowie die ARA Rhein haben sich zur Umsetzung entsprechender Projekte entschlossen. Das Projekt der ARA Emmen wurde im Mai 2015 vom Bundesamt für Umwelt registriert und wird voraussichtlich im April 2016 den Betrieb aufnehmen. Das zweite Projekt befindet sich noch in Prüfung. Wir erwarten insgesamt 56‘000 Bescheinigungen bis 2020.


Reduktion von PFC, SF₆, NF₃

Ein Projekt zum Ersatz von SF₆ durch SO₂ in der Herstellung von Magnesium-Bauteilen wurde im April 2015 vom Bundesamt für Umwelt registriert und im Laufe des Jahres umgesetzt. Wir erwarten 13‘000 Bescheinigungen bis 2016, wonach keine Emissionsverminderungen mehr angerechnet werden können, weil eine Regulierung der SF₆-Emissionen zu greifen beginnt.

 

Das Potenzial für weitere Projekte zur Minderung der Emissionen von PFC, SF₆ und NF₃ wurde untersucht und als wenig erfolgversprechend taxiert. 


Selbst durchgeführte Projekte

Eines der durch die Stiftung KliK von der Stiftung Klimarappen übernommenen Projekte gehört zur Plattform Unternehmen. Es beinhaltet das Umstellen einer Unternehmenskläranlage auf einen weniger energieintensiven Prozess. Ab 2015 ist das Unternehmen von der CO₂-Abgabe befreit, womit das Projekt nicht mehr als selbst durchgeführtes Projekt von der Stiftung KliK gefördert werden kann. Für das Jahr 2014 wurden vom Bundesamt für Umwelt 790 Tonnen CO₂-Emissionsreduktionen angerechnet. 


Mehrleistungen aus Zielvereinbarungen

Die Stiftung KliK unterbreitete allen Unternehmen, welche vor 2013 von der CO₂-Abgabe auf Brennstoffen befreit waren oder ab 2013 die Befreiung erlangten, ein befristetes Kaufangebot für Mehrleistungen. Bis Ende 2015 nahmen 268 Unternehmen das Angebot an.

 

Im Laufe des Berichtsjahrs wurden 165’577 Bescheinigungen für in 2013 bzw. 2014 erzielte Mehrleistungen geliefert (Vorjahr: 94’006 Bescheinigungen). Insgesamt rechnen wir bis 2020 aus den bestehenden Verträgen mit der Lieferung von knapp 1,3 Millionen Bescheinigungen.


Bescheinigungen für Emissionsverminderungen in 2008 bis 2012

Im Laufe des Berichtsjahrs wurden im Rahmen von 4 Spot- und Terminverträgen sowie von 268 Offtake-Verträgen 153‘299 Bescheinigungen zum Stückpreis von 50 Fr. geliefert. 

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Plattformen Plattform Gebäude

Video Mobile Heizungen

Mobile Heizungen

Mobile Heizungen werden vermehrt auf Baustellen zur schnelleren Bauaustrocknung oder zur Sicherstellung eines bessern Arbeitsklimas eingesetzt. Auch sind sie im Eventbereich zur Zeltbeheizung weit verbreitet. Mobile Heizungen werden fast ausschliesslich mit fossilen Brennstoffen betrieben. Neuerdings gibt es auch mit Holzpellets betriebene Geräte. Die Stiftung KliK hat ein Programm entwickelt welches diese Geräte fördert.


Sehen Sie sich die Projektreportage über die Firma KHDS GmbH an.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.mobileheizungen.klik.ch.

Weitere Programme und Projekte
Programme
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Plattformen Plattform Gebäude

Programme
Dank der vielfältigen Effizienzprogramme der Stiftung KliK kann der Energieverbrauch im Gebäude bis zu 30% reduziert werden.
Gaëlle Fumeaux, Leiterin Romandie, Tessin

Programme

Der Stand der innerhalb der Plattform Gebäude von der Stiftung KliK im Berichtsjahr behandelten Programme ist wie folgt:


Gebäudeautomation

Die Gebäudeautomation (GA) verringert den Energieverbrauch von Gebäuden um 20 bis 30 Prozent und trägt zu einer wesentlichen Steigerung des Komforts bei. Das Programm fördert die Aufrüstung fossil beheizter Gebäude von den GA-Effizienzklassen C (heutiger Standard bei Neubauten) oder D der SIA-Norm 386.110 zu den Klassen A oder B mit definierten Beiträgen pro m² Energiebezugsfläche.

 

Das Programm ist seit Anfang 2015 in Betrieb, sein Erfolg liegt aber trotz erheblicher Anstrengungen zu dessen Bewerbung deutlich unter den Erwartungen. Die Gründe dafür sind vielschichtig und nicht ohne weiteres zu beheben. Bis 2020 werden aus dem Programm noch 7‘250 Bescheinigungen erwartet, was einer Korrektur um den Faktor 10 nach unten entspricht.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.gebaeudeautomation.klik.ch.


Intelligentes Heizungssteuerungssystem tado°

Das von South Pole Suisse zur Förderung des intelligenten Heizungssteuerungssystems der Firma tado° entwickelte Programm vergünstigt den Kaufpreis des Geräts um ein Drittel. Mit dem System können in fossil beheizten Einfamilienhäusern bis über 30% Emissionsreduktionen erzielt werden. Diese Einsparungen werden erreicht durch i) eine Abwesenheitserkennung, ii) das Auswerten aktueller Wetterdaten und iii) Algorithmen zur optimierten Beheizung.

 

Das Programm wurde im Januar 2015 vom Bundesamt für Umwelt registriert und ist seither mit bescheidenem Erfolg in Betrieb. Bis 2020 werden aus dem Programm 41‘000 Bescheinigungen erwartet.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.tado.com/ch.


Elektronische Heizkörperthermostate Danfoss

Das von South Pole Suisse zur Förderung des elektronischen Heizkörperthermostats der Firma Danfoss entwickelte Programm vergünstigt den Kaufpreis des Geräts um 15 Fr. Die Geräte ermöglichen eine optimale Beheizung dank einer automatischen Temperaturabsenkung während der Nacht und verhindern das Heizen während des Lüftens. Damit werden in fossil beheizten Mehrfamilienhäusern Emissionsreduktionen bis zu 20% erzielt.

 

Das Programm wurde im Juni 2015 den zuständigen Bundesstellen zur Prüfung eingereicht, die Ende des Jahres noch nicht abgeschlossen war. Gemäss Vertrag erwartet die Stiftung KliK 34‘000 Bescheinigungen bis 2020.


Intelligenter Heizungsregler NiQ

Der intelligente Heizungsregler der Firma Neurobat ergänzt konventionelle Heizkurvenregler in bestehenden Einfamilienhäusern. Die intelligente Steuerung passt sich den Gebäudeeigenschaften und dem Benutzerverhalten an. Dadurch wird der Wohnkomfort gesteigert und der Energieverbrauch um durchschnittlich fast 30% gesenkt.

 

Das Programm wurde im November 2015 vom Bundesamt für Umwelt registriert, der Start des Programms erfolgt voraussichtlich im Frühjahr 2016. Bis 2020 werden aus dem Programm 8‘000 Bescheinigungen erwartet.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.myniq.net/de/.


Wärmeverbünde

Die Umsetzung kleiner Wärmeverbünde als Kompensationsprojekt lohnt im Regelfall wegen der damit verbundenen hohen Transaktionskosten nicht. 2014 hat die Stiftung KliK deshalb mit der Ausarbeitung eines Programms zur Förderung von Wärmeverbünden begonnen, welche Abwärme aus Abwasser nutzen.

 

Das Programm wurde vom Bundesamt für Umwelt im August 2015 registriert und ist seither in Betrieb. Ein Gesuch zur Ausdehnung des Programms auf weitere Wärmequellen ist in Vorbereitung und soll im Frühjahr 2016 den zuständigen Bundesstellen eingereicht werden. Wir erwarten aus einem erweiterten Programm die Ausstellung von 43‘000 Bescheinigungen bis 2020.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.waermeverbuende.klik.ch.


Warmwassersparen

Mit Wasserspardüsen in Duschbrausen und Wasserhähnen kann der Verbrauch fossiler Energieträger zur Warmwassererzeugung reduziert werden. Das von der Stiftung myclimate entwickelte Programm fördert den Einsatz von Wasserspardüsen in gewerblichen Gebäuden und grösseren Überbauungen sowie die vergünstigte Abgabe von effizienten Duschbrausen. Die Stiftung KliK erwirbt die aus dem Programm resultierenden Bescheinigungen.

 

Das Programm ist seit Sommer 2014 in Betrieb. Bis 2020 rechnen wir mit der Lieferung von 45‘000 Bescheinigungen.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.myclimate.org/warmwasser/ und www.myclimate.org/duschbrausen/


Mobile Heizungen

Mobile Heizungen werden vermehrt auf Baustellen zur schnelleren Bauaustrocknung oder zur Sicherstellung eines bessern Arbeitsklimas eingesetzt. Auch sind sie im Eventbereich zur Zeltbeheizung weit verbreitet. Mobile Heizungen werden fast ausschliesslich mit fossilen Brennstoffen betrieben. Neuerdings gibt es auch mit Holzpellets betriebene Geräte.

 

Ein von der Stiftung KliK entwickeltes Programm zur Förderung solcher Geräte wurde im August 2015 vom Bundesamt für Umwelt registriert und ist seither in Betrieb. Wir erwarten die Ausstellung von gegen 80‘000 Bescheinigungen bis 2020.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.mobileheizungen.klik.ch.


Fernwärmeverdichtung

Ein Programm zur Förderung der Verdichtung sowie kleiner Erweiterungen bestehender Wärmeverbünde wurde im Januar 2015 vom Bundesamt für Umwelt registriert. Das Programm sah vor, den vorgezogenen Ersatz fossiler Heizungen durch Fernwärme mittels eines Einmalbeitrags zu unterstützen. Verschiedene Vorgaben des Regulators schränken jedoch das Förderpotenzial derart ein, dass die Stiftung KliK von einer Umsetzung des Programms absieht. 


Projekte

Die Stiftung KliK hat im Berichtsjahr 12 Wärmeverbünde unter Vertrag genommen, womit die Gesamtzahl per Ende 2015 auf 47 stieg. Die Wärmeverbünde nutzen erneuerbare Energiequellen  und ersetzen in den angeschlossenen Gebäuden fossile Heizungen (Öl- oder Gasheizungen). Bis 2020 erwarten wir die Lieferung von rund 510‘000 Bescheinigungen.

Selbst durchgeführte Projekte

Es handelt sich typischerweise um mit erneuerbaren Energien oder Abwärme gespeiste Wärme-verbünde oder grössere erneuerbare Einzelheizungen in Spitälern, Gewächshäusern etc. Vorerst für 105 der 110 eingereichten Projekte wurden der Stiftung KliK 216‘013 Tonnen CO₂-Emissionsverminderungen für 2014 angerechnet, davon 42‘262 für die anhaltende Wirkung des Gebäudeprogramms der Stiftung Klimarappen. Zudem wurden 24‘353 Tonnen für 2013 sowie 351 Tonnen für 2015 angerechnet.


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Plattformen Plattform Landwirtschaft

Video Kompogasanlagen

Kompogasanlagen

Kompogasanlagen fermentieren biogene Abfälle aus industriellen Prozessen oder kommunaler Sammlung in einem geschlossenen Reaktor und unter anaeroben Bedingungen. Das entstehende Biogas wird gefangen und in einer WKK-Anlage zu Strom und Wärme verarbeitet. Anrechenbar sind dabei die vermiedenen Emissionen, welche beim Zerfall bzw. der Kompostierung der Abfälle entstehen würden. Zudem kann die Wärme aus der WKK-Anlage Heizöl substituieren. 


Sehen Sie sich die französische Projektreportage über die Kompogasanlage in Chavornay (VD) an.

Weitere Programme und Projekte
Programme
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Plattformen Plattform Landwirtschaft

Programme
Die von uns unterstützten Projekte sind ambitioniert und zeigen, dass mit unserem Beitrag bestehende Gesetze ergänzt und damit zusätzlicher Klimaschutz erreicht werden kann.
Mischa Classen, Leiter Methoden

Programme

Der Stand der innerhalb der Plattform Landwirtschaft von der Stiftung KliK im Berichtsjahr behandelten Programme ist wie folgt:


Methanreduktion aus der enterischen Fermentation von Milchkühen

Das Programm beabsichtigt den gesteigerten Einsatz von Futtermittelzusätzen, welche die Produktion von Methan in den Mägen von Milchkühen reduzieren. Das von South Pole Suisse entwickelte Programm wurde im Mai 2015 zur Prüfung eingereicht, von den zuständigen Bundesstellen aber abgelehnt mit der Begründung, die Wirkung sei nicht ausreichend belegt. Das weitere Vorgehen soll im Frühjahr 2016 unter Berücksichtigung der Ergebnisse eines grösseren Feldversuchs definiert werden. Gemäss Vertrag erwartet die Stiftung KliK knapp 200‘000 Bescheinigungen bis 2020.


Lachgasreduktion aus Stickstoffdüngung

Das Programm will durch die Beimischung von Nitrifikationshemmern zu Düngemitteln die Lachgasemissionen aus der Stickstoffdüngung reduzieren. Das von First Climate (Switzerland) AG entwickelte Programm befand sich Ende 2015 in der Validierung. Gemäss Vertrag erwartet die Stiftung KliK rund 7‘000 Bescheinigungen bis 2020.


Wärmerückgewinnung aus Gärgülle

Das Programm zielt auf die Rückgewinnung von Wärme ab, welche in Biogasanlagen bei der Vergärung der Gülle entsteht. Das von der Genossenschaft Ökostrom Schweiz entwickelte Programm wurde im Mai 2015 vom Bundesamt für Umwelt registriert. Mangels geeigneter Vorhaben wird dieses bislang aber nicht umgesetzt; auch besteht kein Vertrag mit der Stiftung KliK.


Projekte

Folgende Projekttypen wurden von der Stiftung KliK im Berichtsjahr näher untersucht:


Landwirtschaftliche Biogasanlagen

Bei der Viehhaltung anfallende Gülle verursacht Methanemissionen, welche durch kontrollierte Sammlung und Vergärung der Gülle in Biogasanlagen vermieden werden können. Zusätzlich zur Methanvermeidung kann durch die Nutzung des Biogases in einem Blockheizkraftwerk Strom und Wärme erzeugt werden. Eine solche Nutzung wird jedoch meist bereits mittels der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) gefördert und ist daher nicht Teil des Kompensationsprojekts. Die Stiftung KliK erwartet aus fünf Bündeln von insgesamt 35 Biogasanlagen die Lieferung von 144‘000 Bescheinigungen bis 2020. Ende 2015 befanden sich 22 Anlagen in Betrieb.


Kompogasanlagen

Kompogasanlagen fermentieren biogene Abfälle aus industriellen Prozessen oder kommunaler Sammlung in einem geschlossenen Reaktor und unter anaeroben Bedingungen. Das entstehende Biogas wird gefangen und in einer WKK-Anlage zu Strom und Wärme verarbeitet. Anrechenbar sind dabei die vermiedenen Emissionen, welche beim Zerfall bzw. der Kompostierung der Abfälle entstehen würden. Zudem kann die Wärme aus der WKK-Anlage Heizöl substituieren. Zwei solcher Anlagen wurden als Kompensationsprojekte beim Bundesamt für Umwelt registriert. Es wird mit 27‘000 Bescheinigungen bis 2020 gerechnet.  

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Überblick und Ausblick Überblick und Ausblick

Vertraglicher Mitteleinsatz
(Mio. Fr.)
Ertrag und Aufwand

Ertrag und Aufwand

Die Stiftung KliK hatte per 1. Januar 2015 mit 41 Mineralölgesellschaften einen Vertrag zur Übernahme ihrer Kompensationspflicht abgeschlossen. Zwei davon sind der Kompensationsgemeinschaft auf diesen Zeitpunkt hin neu beigetreten. Per 1. Januar 2016 haben sich vier weitere Gesellschaften der Kompensationsgemeinschaft angeschlossen, eine ist infolge Geschäftsaufgabe ausgetreten. Das Bundesamt für Umwelt hat am 17. Dezember 2015 die Verfügung zur Kompensationsgemeinschaft auf Antrag entsprechend angepasst.

 

Die Teilnehmer der Kompensationsgemeinschaft zahlten der Stiftung KliK im Berichtsjahr ein Entgelt von 121’796’280 Fr. Das von der Pflichtlagerorganisation für flüssige Treib- und Brennstoffe, Carbura, besorgte Inkasso der Einnahmen verursachte Kosten von 33‘600 Fr. Der Rückgang der Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um 4.8% ist auf das Wegbrechen des Tanktourismus zurückzuführen. Mit Aufhebung der Untergrenze des Wechselkurses des Schweizerfrankens gegenüber dem Euro durch die Nationalbank im Januar wurde das Tanken in der Schweiz für Konsumenten aus dem Ausland unattraktiv. Die Mindereinnahmen stellen insofern keine Bedrohung dar, als mit dem Rückgang des Treibstoffabsatzes auch eine Verminderung der Kompensationsmenge einhergeht und folglich die Kompensationskosten ebenfalls sinken.

 

Da der Jahresabschluss der Mineralölsteuererträge durch die Oberzolldirektion jeweils erst im Mai des Folgejahres erfolgt, kann es nach Abschluss der Bilanz der Stiftung KliK zu Nachzahlungen von Entgelt an die Stiftung KliK bzw. zu Rückzahlungen von Entgelt an die Teilnehmer der Kompensationsgemeinschaft kommen, welche als ausserordentlicher Ertrag bzw. Aufwand verbucht werden. Für das Jahr 2015 erhielt die Stiftung per Saldo 56‘218 Fr. mehr Nachzahlungen als Rückzahlungen. Ein weiterer ausserordentlicher Ertrag von 629‘100 Fr. entstand durch den Verkauf von Bescheinigungen an Kompensationspflichtige ausserhalb der Kompensationsgemeinschaft.

 

Seit Dezember 2013 besteht im Fürstentum Liechtenstein eine Kompensationspflicht nach Schweizer Vorbild. Gemäss einer im Februar 2015 getroffenen Vereinbarung wird die Stiftung KliK seit 1. Januar 2014 in Liechtenstein als Kompensationsgemeinschaft anerkannt. Auf die Durchführung von Kompensationsmassnahmen wird seitens des Fürstentums verzichtet; statt dessen entrichtet die Stiftung KliK diesem einen jährlich festgelegten Anteil am ihr zugeflossenen Entgelt. Dieser im Berichtsjahr für das Jahr 2014 entrichtete Anteil betrug 605‘130 Fr.

 

Der Ertrag aus Zinsen und Wertschriften belief sich auf 1‘432‘814 Fr. Dem standen Kursverluste bei Wertschriften sowie Aufwendungen für Bankspesen und Abgaben von 503‘524 Fr. gegenüber. Netto resultierte somit ein Finanzerfolg von 929‘290 Fr.

 

Im Berichtsjahr wurden Bescheinigungen und verifizierte Emissionsverminderungen im Wert von 83'653'570 Fr. an die Stiftung KliK geliefert. Zusätzlich bestehen vertragliche Verpflichtungen von rund 490 Mio. Fr. für erwartete Lieferungen bis 2020, davon werden 97 Mio. Fr. voraussichtlich bereits im Jahr 2016 zur Zahlung fällig.

 

Die indirekten Kosten für externe Beratung, für die Vermittlung von Projekten sowie für programmspezifische Kommunikation betrugen 1‘852‘548 Fr. (+41% gegenüber dem Vorjahr). Neben der anhaltend aufwendigen Entwicklung eigener Programme entstanden zusätzliche Kosten durch die einsetzende Bewerbung der von der Stiftung selbst betriebenen Programme sowie gestiegene Provisionen für die Intermediäre. Der Aufwand für den Betrieb der Geschäftsstelle und für allgemeine Kommunikation betrug 1‘380‘172 Fr. und lag damit nochmals 6% tiefer als im Vorjahr.


Kosten pro Gutschrift
(Fr./t CO₂)
Erwartete und erzielte Emissionsverminderungen

Erwartete und erzielte Emissionsverminderungen

Auf dem Konto der Stiftung im Emissionshandelsregister befanden sich per 31. Dezember 2015 insgesamt 3‘455‘390 Bescheinigungen. Das bedeutet ein Plus von 612‘427 Bescheinigungen gegenüber dem Vorjahr. Hinzu kommen vom BUNDESAMT FÜR UMWELT verfügte, verifizierte Emissionsverminderungen im Umfang von 506‘550 Tonnen CO₂, ein Zuwachs von 241‘068 Tonnen CO₂ gegenüber dem Vorjahr. Im Durchschnitt kosteten die in 2015 gelieferten Emissionsgutschriften 97.53 Fr. pro Stück.

 

Die exakt 1 Mio. Emissionsminderungszertifikate (CERs), welche 2014 zum Durchschnittspreis von 64 Rp. pro Stück erworben worden waren, wurden im Berichtsjahr vom Konto im Schweizer auf ein Konto im britischen Emissionshandelsregister verschoben. Die mit Ablauf der sogenannten „True-up-Periode“ des Kyoto-Protokolls notwendige Umwandlung der Zertifikate in solche mit einer Gültigkeit für die Verpflichtungsperiode 2013 bis 2020 war in der Schweiz nicht gewährleistet. Nach erfolgter Umwandlung der Zertifikate im britischen Register werden diese wieder in die Schweiz transferiert.

 

Aus vertraglich gesicherten Projekten und Programmen erwarten wir bis 2020 zusätzlich 2.81 Mio. Bescheinigungen. Aus Verträgen mit Unternehmen mit einer Zielvereinbarung erwarten wir bis 2020 die Lieferung von weiteren 1.18 Mio. Bescheinigungen. Aus vertraglich gesicherten selbst durchgeführten Projekten schliesslich rechnen wir mit zusätzlichen anrechenbaren Emissionsverminderungen bis 2020 von 1.10 Mio. Tonnen CO₂. Mit den gelieferten und den weiteren vertraglich gesicherten Emissionsgutschriften kann die Kompensationspflicht bis einschliesslich 2019 wohl erfüllt werden.


Erfüllung der Kompensationspflicht 2014

Im Berichtsjahr musste die Stiftung KliK erstmals für die 39 Teilnehmer der Kompensationsgemeinschaft im Jahr 2014 die Kompensationspflicht erfüllen. Auf der Basis des für

2014 geltenden Kompensationssatzes von 2% betrug die Kompensationsmenge 339’449 Tonnen CO₂. Die Stiftung KliK erfüllte, wie vom Bundesamt für Umwelt im November 2015 bestätigt wurde, die Kompensationspflicht vollständig mit verifizierten Emissionsverminderungen der Jahre 2013 und 2014 aus selbst durchgeführten Projekten.


Verschiedene Kompensationspflichtige fragten an, ob sie zur Erfüllung ihrer Kompensationspflicht

von der Stiftung KliK Bescheinigungen erwerben könnten. Die Stiftung unterbreitete allen ein gleichlautendes Verkaufsangebot. In der Folge lieferte sie insgesamt 4’194 Bescheinigungen direkt an den Bund und erfüllte damit die Kompensationspflicht von 5 kleineren Mineralölgesellschaften sowie des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).


Stiftungsrat und Geschäftsstelle

Auf der Geschäftsstelle der Stiftung KliK waren Ende des Jahres 7 Personen zu 525 Stellenprozenten

beschäftigt. Personalveränderungen waren keine zu verzeichnen. Der Fokus verschob sich im Laufe des Jahres zunehmend auf die Umsetzung der von der Stiftung KliK selbst betriebenen Klimaschutzprogramme. Damit einher ging ein gestiegener Aufwand zur Bewerbung dieser Programme, namentlich an verschiedenen von der Stiftung KliK organisierten Veranstaltungen.


Der Stiftungsrat trat im Berichtsjahr fünfmal zusammen. Dabei bewilligte er diverse Verträge zum Kauf von Bescheinigungen aus Projekten und Programmen und entschied, die Programme zur Gebäudeautomation, zu Kälteanlagen, zu mobilen Pelletheizungen, zu Wärmeverbünden sowie zu Deponien durch die Stiftung KliK auf eigenes Risiko umzusetzen. Daneben setzte er sich mit der Änderungsvorlage zur CO₂-Verordnung auseinander, mit der Erfüllung der Kompensationspflicht für 2014, insbesondere auch im Fürstentum Liechtenstein, sowie mit den Möglichkeiten einer Abgrenzung der Förderaktivitäten der Stiftung KliK von jenen der Kantone. Schliesslich beschäftigte er sich mit der Umsetzung der Regelungen für den Eintritt in und den Austritt aus der Kompensationsgemeinschaft,

und er stimmte zu, per 1. Januar 2016 vier weitere Gesellschaften in die Kompensationsgemeinschaft aufzunehmen, womit sich die Zahl der Teilnehmer auf 44 erhöht.


Ausblick

2016 werden nur noch wenige neue Projekte ins Portfolio aufgenommen werden können. Mit der aktuellen Unsicherheit über die politischen Rahmenbedingungen nach 2020 kann die Stiftung KliK den Projekteignern keine ausreichend langfristige finanzielle Perspektive bieten. Auch der Erfolg der mit grossem Aufwand etablierten Programme hängt entscheidend davon ab, dass über 2020 hinaus eine Nachfrage nach Kompensationsleistungen geschaffen wird.

 

Die für Spätsommer 2016 erwartete Vernehmlassung des Entwurfs zur Revision des CO₂-Gesetzes sowie zur Ratifikation des Pariser Klimaabkommens wird hierzu ein erstes Signal liefern. Der Bundesrat hat verschiedentlich bekräftigt, an der Kompensationspflicht nicht nur festhalten, sondern diese ausdehnen und die Kompensation mit Emissionsverminderungen im Ausland zulassen zu wollen. Die Stiftung KliK begrüsst letzteres und steht dafür ein, dem Instrument der Kompensationspflicht eine bedeutsame Rolle in der Schweizer Klimapolitik auch in der Periode 2021 bis 2030 zuzuweisen. Ob es diese Rolle ausfüllen kann, hängt allerdings von der konkreten Ausgestaltung der Spielregeln und deren Handhabung durch die Verwaltung ab. Hier sind Verbesserungen nötig und möglich.



Mitteleinsatz 2013 bis 2021 und Wirkung 2013 bis 2020: Stand Ende 2015


Vertraglicher Mitteleinsatz (Mio. Fr.)Vertragliche Wirkung (Mio. t)Verifizierte Wirkung (Mio. t)Kosten pro Gutschrift (Fr. / t CO₂)
Programme Verkehr

39

0.39

0.05

100

Programme Unternehmen

111

0.93

0.23

119

Programme Gebäude

22

0.26

-

85

Programme Landwirtschaft

22

0.29

-

76

Projekte neu

120

1.25

 0.03

96

Projekte Klimarappen

176

1.61

0.51

109

Mehrleistungen

129

1.29

0.26

100

Emissionsrechte

171

3.05

2.90

56

Total

790

9.07

3.96

87


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Lage- und Leistungsbericht Lage- und Leistungsbericht

Stiftungszweck

Die Stiftung bezweckt die Erfüllung der Aufgaben einer Kompensationsgemeinschaft im Sinne von Art. 27 Satz 2 des Bundesgesetzes über die Reduktion der CO₂-Emissionen („CO₂-Gesetz“), insbesondere die Erfüllung der Kompensationspflicht für die ihr angeschlossenen kompensationspflichtigen Inverkehrbringer fossiler Treibstoffe. Dies geschieht insbesondere durch direkte oder indirekte Finanzierung, Unterstützung, Planung und Durchführung von nach den Vorschriften des CO₂-Gesetzes anrechenbaren Kompensationsmassnahmen im In- und Ausland, namentlich auch im Rahmen nationaler und internationaler Emissionshandelssysteme. 


Die Stiftung ist ausschliesslich gemeinnützig ausgerichtet und verfolgt weder Erwerbs- noch Selbsthilfezwecke. Sie verfolgt auch keine kommerziellen Zwecke und erstrebt keinen Gewinn. Die Verwendung auch bloss von Teilen des Stiftungsvermögens in anderer Weise als zur Erreichung des Stiftungszweckes ist ausgeschlossen.


Organe

Der Stiftungsrat besteht aus vier Mitgliedern, der Geschäftsführer gehört ebenfalls zum  Organ.


Personalbestand

Anzahl Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt 524 Stellenprozente.


Internes Kontrollsystem

Die Stiftung KliK verfügt über ein Internes Kontrollsystem, welches als Grundlage für die wesentlichen Arbeitsabläufe dient. Der Stiftungsrat überprüft periodisch die finanziellen und operativen Risiken an seinen Sitzungen. Die grundsätzlichen Überlegungen zum Risiko und seiner Begrenzung sind im Risikoregister festgehalten.


Weitere Angaben

Weitere Angaben und Bestandteile des Lage- und Leistungsberichts sind im aktuellen Jahresbericht integriert.

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Finanzbericht und Anhang Übersicht

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Finanzbericht und Anhang Bilanz

Bilanz per 31. Dezember

Erläuterungen

2015

2014

AKTIVEN

CHF

CHF

Flüssige Mittel und kurzfristig gehaltene Aktiven


317'645.12

15'749'870.16

Wertschriften

2.1

91'890'768.99

51'358'745.00

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten

33'450'443.05

35'427'267.10

Übrige kurzfristige Forderungen gegenüber Dritten 

375'628.72

325'471.80

Aktive Rechnungsabgrenzung

937'044.10

16'445.85

Total Umlaufvermögen

126'971'529.98

102'877'799.91

Emissionsgutschriften

1.00

1.00

Total Anlagevermögen


1.00

1.00

Total Aktiven


126'971'530.98

102'877'800.91

    
PASSIVEN
 
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten

28'494'742.35

41'463'460.25

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Dritten

381'580.80

298'647.65

Kurzfristige Rückstellungen Projekte

2.2

96'854'080.00

63'324'452.90

Passive Rechnungsabgrenzungen


2'105'466.65

680'000.00

Total kurzfristiges Fremdkapital 

127'835'869.80 

 105'766'560.80

Langfristige Rückstellungen Projekte

 2.3

 392'896'600.00

 463'791'433.00

Total langfristiges Fremdkapital


 392'896'600.00

463'791'433.00

Total Fremdkapital 

 520'732'469.80

 569'557'993.80

Stiftungskapital

50'000.00

50'000.00

Freies Kapital - Vortrag erarbeitetes freies Kapital

-466'680'192.89

-12'127'702.84

Freies Kapital - Stiftungsergebnis

72'919'254.07

–454'602'490.05

Total Organisationskapital

2.4

-393'760'938.82

 -466'680'192.89

Total Passiven

126'971'530.98

102'877'800.91


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Finanzbericht und Anhang Betriebsrechnung

Betriebsrechnung

Erläuterungen

2015

2014



CHF

CHF

Erhaltene Beiträge Kompensationsgemeinschaft


121'796'279.80

127'868'348.85

Ertragsminderung


-608'730.00

-1'325'450.00

Erlöse aus Lieferungen und Leistungen



- Ertrag aus Dienstleistungen an Dritte 

246'923.60

148'493.65

Betriebsertrag

121'434'473.40

126'691'392.50

Aufwand Programme

2.5

46'897'107.10

583'702'973.75

Aufwand Drittleistungen Programme

 2.6

1'852'548.15

1'311'750.10

Personalaufwand 

889'024.35

901'930.90

Übriger Betriebsaufwand

 2.7

491'147.75

582'056.95

Betriebsaufwand


50'129'827.35

586'498'711.70

Betriebliches Ergebnis


71'304'646.05

-459'807'319.20

Finanzertrag

2.8

1'432'813.79

5'190'964.55

Finanzaufwand

2.9

503'523.87

139'071.75

Finanzergebnis

929'289.92

5'051'892.80

Ausserordentlicher Ertrag

2.10

697'970.25

152'936.35

Ausserordentlicher Aufwand

2.11

12'652.15

0.00

Ausserordentliches Ergebnis


 685'318.10

152'936.35

Jahresergebnis (vor Zuweisung an Organisationskapital) 

 72'919'254.07

 -454'602'490.05

Zuweisung / Verwendung



- Freies Kapital

-72'919'254.07

454'602'490.05



0.00

0.00


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Finanzbericht und Anhang Geldflussrechnung

Geldflussrechnung


2015

2014



CHF

CHF

Jahresergebnis 

72'919'254.07

-454'602'490.05

(Abnahme)/Zunahme Rückstellungen 

-37'365'205.90

441'935'891.90

Abnahme /(Zunahme) Wertschriften 

-40'532'023.99

-24'621'644.00

Abnahme /(Zunahme) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 

1'976'824.05

240'786.00

(Abnahme)/Zunahme Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 

-12'968'717.90

40'916'643.05

Abnahme /(Zunahme) übrige kurzfristige Forderungen 

   und aktive Rechnungsabgrenzung 

-970'755.17

-316'884.44

(Abnahme)/Zunahme übrige kurzfristige Verbindlichkeiten   
   und passive Rechnungsabgrenzung 

1'508'399.80

-1'638'281.70

Geldfluss aus Betriebstätigkeit

-15'432'225.04

1'884'020.76

Geldfluss aus Investitionstätigkeit 

 0.00

0.00 

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit 

 0.00

 0.00

Veränderung der flüssigen Mittel 

-15'432'225.04

1'884'020.76

Bestand flüssige Mittel per 1.1. 

15'749'870.16

13'865'849.40

Bestand flüssige Mittel per 31.12 

317'645.12

15'749'870.16

Nachweis Veränderung der flüssigen Mittel 

15'432'225.04

-1'884'020.76


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Finanzbericht und Anhang Rechnung über Veränderung des Kapitals

Rechnung über Veränderung des Kapitals 2015

 Bestand 1.1.

Zuweisungen

 Verwendung

Total

Veränderung

 Bestand 31.12.

 

CHF

CHF

 CHF

 CHF

 CHF

Organisationskapital 


   
Stiftungskapital

50'000.00

0.00

0.00

0.00

50'000.00

Freies Kapital

-466'730'192.89

72'919'254.07

 

72'919'254.07

-393'810'938.82

Total Organisationskapital

-466'680'192.89

72'919'254.07

72'919'254.07

-393'760'938.82


Rechnung über Veränderung des Kapitals 2014

 Bestand 1.1

Zuweisungen

 Verwendung

 Total

 Veränderung

 Bestand 31.12.

 

CHF

 CHF

 CHF

 CHF

 CHF

Organisationskapital



   
Stiftungskapital

50'000.00

0.00

0.00

0.00

50'000.00

Freies Kapital

-12'127'702.84



-454'602'490.05

-454'602'490.05

-466'730'192.89

Total Organisationskapital

-12'077'702.84


-454'602'490.05

-454'602'490.05

-466'680'192.89


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Finanzbericht und Anhang Anhang

Anhang 


I. Allgemeines


Firma, Rechtsform und Sitz des Unternehmens


Name:Stiftung Klimaschutz und CO₂-Kompensation KliK
Rechtsform:Stiftung
Sitz:Zürich

Die Stiftung Klimaschutz und CO₂-Kompensation KliK besteht seit dem 7. Dezember 2012 (Eintrag Handelsregister) und hat am 1. Januar 2013 ihre operative Tätigkeit aufgenommen.


Die Stiftung KliK wurde von der Erdöl-Vereinigung gegründet und bezweckt die Erfüllung der Aufgaben einer Kompensationsgemeinschaft im Sinne von Artikel 27 CO₂-Gesetz. Sie ist von den ihr angeschlossenen kompensationspflchtigen Mineralölgesellschaften beauftragt, die kompensationspfilcht mittels direkter oder indirekter Finanzierung, Unterstützung, Planung und Umsetzung von Kompensationsmassnahmen in der Schweiz zu erfüllen, die gemäss den Vorschriften des CO₂-Gesetzes anrechenbar sind. Dafür bezahlen diese der Stiftung ein kostendeckendes Entgelt.

1. Angaben über die in der Jahresrechnung angewandten Grundsätze

Die vorliegende Jahresrechnung erfolgt erstmalig in Übereinstimmung mit dem Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER inkl. FER 21. 
Zusätzlich werden darin die gemäss des Schweizerischen Rechnungslegungsrechts (32. Titel des Obligationenrechts) verlangten Informationen abgegeben. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurden die Vorjahresangaben an die neuen Gliederungsvorschriften angepasst.

1.1 Wertschriften

Die Wertschriften des Umlaufvermögens wurden zum Marktwert per Bilanzstichtag bilanziert. Auf die Bildung einer Schwankungsreserve wird verzichtet.

 

1.2 Emissionsgutschriften

Die Emissionsgutschriften werden dem Bund am Ende der Verpflichtungsperiode ohne Gegenleistung übertragen und sind deshalb pro memoria mit CHF 1.- bilanziert.

 

1.3 Aktivierungsuntergrenze von Investitionen in Sachanlagen

Anschaffungen werden bilanziert ab einem Einzelbetrag von CHF 10'000 und wenn diese langfristigen Charakter haben. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen und Wertberichtigungen. Die Sachanlagen werden linear über die Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

1.4 Erhaltene Beiträge Kompensationsgemeinschaft
Die Mineralölgesellschaften, für welche die Stiftung KliK die Kompensationspflcht erfüllt, bezahlen der Stiftung ein Entgelt. Dieses deckt sämtliche Kosten, die der Stiftung im Zusammenhang mit der Erfüllung der Kompensationspflcht entstehen. Die Umsatzlegung erfolgt auf der Grundlage der Meldung der Carbura (Pflchtlagerorganisation der schweizerischen Mineralölwirtschaft) über die kompensationspflchtige Menge der von den Teilnehmern der Kompensationsgemeinschaft in der Schweiz in Verkehr gebrachten Treibstoffe.

1.5 Rückstellungen
Mit der Unterzeichnung von Projektverträgen zum Erwerb von Bescheinigungen wurden kurz- sowie langfristige Zahlungsverpflchtungen eingegangen; die Summe der kurz- und langfristigen Zahlungsverpflchtungen aus den unterzeichneten Verträgen ist per Bilanzstichtag zurückgestellt.



II.  Angaben zu Bilanz- und Betriebsrechnungspositionen


2.1 Wertschriften

2015

2014

Obligationen Schweiz

19'550'288.00

11'939'254.00

Obligationen Ausland

28'047'298.00

17'035'279.00

Aktien Schweiz

11'719'080.00

5'030'121.00

Aktien Ausland

21'022'610.00

10'443'045.00

Immobilien Schweiz

11'551'492.99

6'911'046.00

Total Marktwert der Wertschriften

91'890'768.99

51'358'745.00

Kursanpassung an Marktwert

4'867'135.44

4'821'314.35

Total Anschaffungskosten Wertschriften

87'023'633.55

46'537'430.65

Das Wertschriften-Portfolio wird nach Massgabe des vom Stiftungsrat am 11. Januar 2013 genehmigten Anlagereglements bewirtschaftet.


2.2 Kurzfristige Rückstellungen Projekte

2015

2014

Einzelprojekte

35'180'565.00

32'289'842.90

Emissionsrechte CP1

0.00

41'250.00

Plattform Verkehr

4'044'000.00

1'093'360.00

Plattform Unternehmen

55'037'720.00

29'900'000.00

Plattform Gebäude

2'391'245.00

0.00

Plattform Landwirtschaft

200'550.00

0.00

Total kurzfristige Rückstellungen Projekte

96'854'080.00

63'324'452.90


2.3 Langfristige Rückstellungen Projekte

2015

2014

Einzelprojekte

204'031'758.00

249'146'773.00

Plattform Verkehr

33'203'820.00

36'414'660.00

Plattform Unternehmen

136'053'040.00

166'176'000.00

Plattform Gebäude

15'555'582.00

7'801'050.00

Plattform Landwirtschaft

4'052'400.00

4'252'950.00

Total kurzfristige Rückstellungen Projekte

 392'896'600.00

 463'791'433.00


2.4 Organisationskapital

Das Total Organisationskapital weist per 31. Dezember 2015 eine buchmässige Überschuldung aus. Dies ist durch das Geschäftsmodell und die angewendeten Bewertungsgrundsätze bedingt. Die eingegangenen Verpflchtungen werden passiviert, die gekauften CO₂-Emissionsgutschriften sind pro memoria mit CHF 1 bilanziert. Aus der Cashflw-Planung geht hervor, dass die Stiftung ihre Verbindlichkeiten erfüllen kann. Der Stiftungsrat hat daher von der Erstellung einer Zwischenbilanz laut Art. 84a ZGB abgesehen.

2.5 Aufwand Programme

2015

2014

Einzelprojekte

-11'327'751.80

295'521'951.60

Emissionsrechte CP1

 220'350.00

 88'517'454.00

Plattform Verkehr

39'800.00

37'658'020.00

Plattform Unternehmen

46'732'062.00

149'254'100.00

Plattform Gebäude

10'316'034.75

7'801'050.00

Plattform Landwirtschaft

 915'960.00

 4'252'950.00

Auslandzertifikate

 652.15

 697'448.15

Total Aufwand Programme

46'897'107.10

583'702'973.75

Die Aufwandsminderung betreffend Einzelprojekte begründet sich durch die Auflsung der nicht mehr benötigten Rückstellungen aus dem Vorjahr.


2.6 Aufwand Drittleistungen Programme

2015

2014

Beratungsaufwand Dritte

496'540.10

618'153.15

Kommunikationsaufwand Dritte

429'416.05

33'216.05

Vollzugskosten Dritte

866'974.65

595'494.00

Vorfianzierungen Dritte

6'930.35

9'259.25

Übriger Aufwand Drittleistungen

52'687.00

55'627.65

Total  Drittleistungen Programme

1'852'548.15

1'311'750.10


2.7 Übriger Betriebsaufwand

2015

2014

Raumaufwand 

45'993.20

46'627.45

Transportaufwand 

10'299.15

12'848.10

Unterhalt, Reparatur und Ersatz
mobile Sachanlagen

5'665.55

56'885.35

Verwaltungs- und IT-Aufwand 

232'168.15

232'766.90

Kommunikationsaufwand 

187'258.20

215'984.20

Übriger Aufwand 

 9'763.50

 16'944.95

Total übriger Betriebsaufwand

 491'147.75

 582'056.95


2.8 Finanzertrag

2015

2014

Zinsertrag (Bank, Post) 

436.30

3'756.05

Wertschriftenertrag (Dividenden, Zinsen)

1'071'345.85

995'413.40

Realisierte Gewinne aus Kurs-
veränderungen von Wertschriften

64'666.37


486'041.38

Nicht realisierte Gewinne aus Kurs-
veränderungen von Wertschriften

 296'365.27

 3'745'753.72

Total Finanzertrag

1'432'813.79

5'190'964.55


2.9 Finanzaufwand

2015

2014

Bank- und Postkontospesen

 1'165.80

 1'701.05

Wertschriftenaufwand (Geb./Komm.)

187'354.57

131'524.80

Realisierte Verluste aus Kurs-
veränderungen von Wertschriften

16'827.91


5'845.90

Nicht realisierte Verluste aus Kurs-
veränderungen von Wertschriften

298'175.59

 0.00

Total Finanzaufwand

503'523.87

139'071.75


2.10 Ausserordentlicher Ertrag

2015

2014

Ausserordentlicher Ertrag 

697'970.25

152'936.35

Nachbelastungen an Mitglieder der Kompensationsgemeinschaft gemäss Schlussabrechnung von Carbura über die jeweils im Vorjahr in Verkehr gesetzten Treibstoffe sowie im 2015 Erlöse aus dem Verkauf von Bescheinigungen an die Erfüllung der Kompensationspflcht Dritter von CHF 629'100.00. 


Der ausserordentliche Ertrag im Vorjahr betrifft ebenfalls Nachbelastungen an Mitglieder der Kompensationsgemeinschaft gemäss Schlussabrechnung von Carbura für die in 2013 in Verkehr gesetzten Treibstoffe.


2.11 Ausserordentlicher Aufwand

2015

2014

Ausserordentlicher  Aufwand 

12'652.15

0.00

Gutschriften an Mitglieder der Kompensationsgemeinschaft gemäss Schlussabrechnung von Carbura über die jeweils im Vorjahr in Verkehr gesetzten Treibstoffe.



III. Weitere Angaben


3.1 Eventualverbindlichkeit
Bei Nichteinhaltung der gesetzlichen Kompensationspflcht ist für jede fehlende Tonne CO₂ eine Sanktionszahlung von CHF 160 an den Bund zu leisten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist noch nicht verlässlich abschätzbar, ob und in welchem Ausmass die Kompensationspflcht in Zukunft nicht eingehalten werden kann.


3.2 Entschädigung an die Mitglieder des Organs

2015

2014

Stiftungsrat

125'000.00

125'000.00

Mit der Geschäftsführung ist eine Person betraut.


3.3 Entschädigung an die Revisionsstelle

2015

2014

Revision

25'000.00

23'968.00

 Weitere Dienstleistungen

 3'600.00

 10'320.00


3.4 Vollzeitstellen
Die Anzahl der Vollzeitstellen lag im Berichtsjahr sowie im Vorjahr im Jahresdurchschnitt nicht über 10.


3.5 Verfügungsbeschränkung

2015

2014

Verfügungsbeschränkung flüssige Mittel
zugunsten UBS AG

15'000.00

15'000.00


3.6 Genehmigung Jahresrechnung 2015
Die Jahresrechnung wurde vom Stiftungsrat an seiner Sitzung vom 6. Juni 2016 genehmigt.

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Organisation Organisation

Stiftungsrat
NameFunktionOrganisation
Dr. Rolf HartlPräsidentErdöl-Vereinigung
Constantin CronenbergMitgliedBP Switzerland
Daniel HoferMitgliedMigrol AG
Dr. Jürg KlossnerMitgliedA.H. Meyer & Cie AG


Geschäftsstelle
NameFunktion
Dr. Marco BergGeschäftsführer
Lorena PedalinoLeiterin Finanzen und Kommunikation
Roman SchibliLeiter Programme
Mischa ClassenLeiter Methoden
Gaëlle FumeauxProjektleiterin Romandie und Tessin
Darja Tinibaeva
Projektassistentin
Anita Ferrara
Assistentin Administration