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Jahresbericht 2017

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Ein Jahr im Normalbetrieb

Eines der wichtigsten Programme der Stiftung: Programm Biotreibstoffe

Eines der wichtigsten Programme der Stiftung: Programm Biotreibstoffe
Erfahren Sie hier wie der Biotreibstoff zur Tankstelle gelangt.

Kompensationsgemeinschaft

Welche Vorteile die Teilnahme bringt



Jürg Hornisberger - Supply & Marketing Manager, Tamoil SA

Plattform Gebäude

Wärmeverbünde

Factsheet
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Vorwort Vorwort

Vorwort de
Daniel Hofer,
Präsident Stiftungsrat

Von der breiten Öffentlichkeit wenig beachtet, leistet die Stiftung KliK eine hervorragende Arbeit im Dienste der von der Schweiz verfolgten Klimaschutzziele. Was zu Beginn der gegenwärtigen CO₂-Gesetzesperiode (2013 bis 2020) lediglich als kaum realisierbare Hoffnung betrachtet wurde, verdichtet sich jetzt langsam zur Gewissheit: Bei gleichbleibenden Voraussetzungen wird es den Inverkehrbringern fossiler Treibstoffe dank den Anstrengungen der Stiftung KliK gelingen, im entscheidenden Jahr 2020 die Kompensationspflicht ohne Strafzahlung zu erfüllen. Eine dieser Voraussetzungen ist, dass der Gesetzgeber die Stiftung KliK und die Importeure nicht kurz vor der Ziellinie mit dem per Mitte 2020 vor gesehenen Auslaufen der Mineralölsteuerbefreiung von Biotreibstoffen zum Straucheln bringt. 


Es ist dies ein schlagendes Beispiel, wie bei der Gesetzgebung oft die eine Hand nicht weiss, was die andere tut. Staatliche, gesetzliche Eingriffe in die Wirtschaftsfreiheit, auch wenn sie nur die Lenkung des Wirtschaftens bezwecken und kein Ge- oder Verbot darstellen, sind selten so gut, dass sie nicht über kurz oder lang korrigiert werden müssen. Für die Wirtschaftssubjekte bedeutet dies eine dauerhafte Unsicherheit in Bezug auf die Werthaltigkeit der Investitionen, die sie im Vertrauen auf eine gesetzliche Regelung gemacht haben. 


Die Stiftung KliK ist ein gutes Beispiel dafür, wie staatliche Ziele – in diesem Fall die Reduktion und Kompensation von CO₂-Emissionen aus dem Verbrauch fossiler Treibstoffe – durch die effiziente Tätigkeit einer privaten Organisation verfolgt und erfüllt werden können. Gerade ein Kleinstaat wie die Schweiz, der sich keinen grossen Verwaltungsapparat leisten kann, ist auf solche Modelle staatlicher Aufgabenerledigung angewiesen. Da ist dem Gesetzgeber und den Behörden, welche die Gesetze vorschlagen und formulieren, empfohlen, den guten Willen privater Akteure, die auch finanzielle Risiken auf sich nehmen, nicht mit unrealistischen Zielsetzungen und Preisaufschlägen bei der CO₂-Kompensation zu untergraben. Übertriebener staatlicher Aktivismus ist beim Umbau des Energiesystems fehl am Platz.


Daniel Hofer 

Präsident Stiftung Klimaschutz und CO₂-Kompensation KliK

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Portfolio an Kompensationsaktivitäten Portfolio an Kompensationsaktivitäten

Vertragliche Wirkung
(Mio. t)
Portfolio an Kompensationsaktivitäten

Das CO₂-Gesetz verpflichtet die Mineralölgesellschaften, welche fossile Treibstoffe in Verkehr setzen, in den Jahren 2013 bis 2020 durchschnittlich 5% der bei der energetischen Nutzung der Treibstoffe entstehenden CO₂-Emissionen zu kompensieren. Angesichts des in diesem Zeitraum voraussichtlich in den Verkehr gelangenden Treibstoffs wird die Kompensationsmenge etwa 6,5 Mio. Tonnen CO₂ betragen.


Die von der Erdöl-Vereinigung Ende 2012 gegründete Stiftung Klimaschutz und CO₂-Kompensation KliK nimmt als Kompensationsgemeinschaft den an ihr teilnehmenden Mineralölgesellschaften die Erfüllung ihrer Kompensationspflicht ab. Die Teilnehmer entrichten der Stiftung KliK in Form monatlicher Akontozahlungen ein Entgelt, welches sämtliche Kosten deckt, die ihr im Zusammenhang mit der Erfüllung der Kompensationspflicht entstehen. Die Kosten zur Kompensation der geschätzt 6,5 Mio. Tonnen CO₂ werden zwischen 1 und 2 Rappen pro im Zeitraum 2013 bis 2020 abgesetzten Liter Treibstoff betragen.


Zur Erfüllung der Kompensationspflicht ist eine ausreichende Menge an Treibhausgasreduktionen aus Kompensationsaktivitäten in der Schweiz nachzuweisen, die den Vorschriften des CO₂-Gesetzes bzw. der CO₂-Verordnung genügen. Geeignete Kompensationsprojekte oder -programme werden von den zuständigen Bundesstellen registriert und erhalten für verifizierte Emissionsverminderungen sogenannte Bescheinigungen ausgestellt. Indem die Bescheinigungen zur Erfüllung der Kompensationspflicht eingesetzt werden können, erhalten sie einen Wert. Durch den Verkauf der Bescheinigungen an Kompensationspflichtige entsteht ein finanzieller Beitrag, der die Umsetzung der jeweiligen Kompensationsaktivität fördert.


Die Stiftung KliK nutzt die folgenden fünf Kategorien anrechenbarer Emissionsverminderungen:


Bescheinigungen für Emissionsverminderungen in 2008 bis 2012: Unternehmen, welche in der Periode 2008 bis 2012 von der CO₂-Abgabe auf Brennstoffen befreit waren, erhielten mehrheitlich vom Bund Emissionsrechte im Umfang ihres Emissionszielpfads zugeteilt. Viele unterschritten ihren Zielpfad und benötigten deshalb weniger Emissionsrechte als zugeteilt. Diese Unternehmen können verbliebene Emissionsrechte in Bescheinigungen umwandeln lassen, welche die Stiftung KliK zum Preis von 50 Fr. pro Stück erwirbt. Teilnehmer am Schweizer Emissionshandelssystem konnten ihre Überschüsse nur bis Mitte 2014 an die Stiftung KliK verkaufen.


• Mehrleistungen aus Zielvereinbarungen: Von der CO₂-Abgabe mittels Emissionsziel befreite Unternehmen können Unterschreitungen ihres Zielpfads um mehr als 5% auf Gesuch in Bescheinigungen ummünzen. Die Stiftung KliK erwirbt solche Bescheinigungen bis 2020 zum Preis von je 100 Fr. pro Stück. 


• Selbst durchgeführte Projekte: Die anhaltende Reduktionswirkung von Projekten, die bereits von der Stiftung Klimarappen unterstützt wurden, kann zur Erfüllung der Kompensationspflicht eingesetzt werden. Im Sinne der CO₂-Verordnung handelt es sich um «selbst durchgeführte Projekte», an welche keine Bescheinigungen ausgestellt werden. Die Emissionsverminderungen werden von der Stiftung KliK zu den bereits von der Stiftung Klimarappen angebotenen Konditionen gekauft (Preise zwischen 60 und 135 Fr. pro Tonne CO₂).


• Neue Projekte: Neue Projekte werden entweder durch die Stiftung KliK selbst oder durch die sechs von ihr beauftragten Intermediäre akquiriert, welche dafür im Erfolgsfall eine Provision erhalten. Die Stiftung KliK erwirbt in der Regel sämtliche bis zum Jahr 2020 erzeugten Bescheinigungen zu einem individuell vereinbarten Preis. Für Wärmeverbünde gilt ein pauschales Preisangebot von 100 Fr. pro Bescheinigung.


 • Programme: Programme bieten die Möglichkeit, gleich geartete, kleinere Vorhaben methodisch und organisatorisch in einem Gefäss abzuwickeln, ohne sie je einzeln vom Bund bewilligen lassen zu müssen. Damit ist die Möglichkeit zur Skalierung gegeben. Im Laufe des Jahres 2017 wurden 5 Programme registriert, die sich in verschiedenen Stadien der Umsetzung befinden; weitere 3 Programme, deren Registrierung während 2018 erwartet wird, sind in Vorbereitung. Programme weisen eine je spezifische Struktur auf, weshalb die Vertragskonditionen massgeschneidert werden. 


Das abgelaufene Jahr 2017 war ein Jahr des Normalbetriebs. Um die Übersicht über ihre Aktivitäten zu erleichtern, strukturiert die Stiftung KliK diese entlang der Plattformen Verkehr, Unternehmen, Gebäude und Landwirtschaft. Im Folgenden werden die Aktivitäten nach diesen Plattformen geordnet vorgestellt.

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Jahresbericht Übersicht

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Plattformen Programmübersicht Plattformen

Um die Übersicht über ihre Aktivitäten zu erleichtern, strukturiert die Stiftung KliK diese entlang der Plattformen Verkehr, Unternehmen, Gebäude und Landwirtschaft. Im Folgenden werden die Aktivitäten nach diesen Plattformen geordnet vorgestellt.


Übersicht über den Stand der Programme:


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Plattformen Plattform Verkehr

Video Umlagerung Strasse auf Bahn

Umlagerung Strasse auf Bahn

Per Ende 2017 waren bereits 16 Vorhaben im Programm aufgenommen worden, dadurch konnten 35’500 Tonnen CO₂ vermieden werden.

 

Wie das Programm genau funktioniert zeigt das Beispiel der Firma Schilliger Holz AG.


Weitere Informationen: www.enaw.ch

Weitere Programme und Projekte
Programme
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Plattformen Plattform Verkehr

Programme
Treibstoffsparendes Autofahren und der Umstieg auf Hybridbusse im öffentlichen Verkehr ist dank der Stiftung KliK einfacher möglich.
Dr. Marco Berg, Geschäftsführer

Programme

Der Stand der innerhalb der Plattform Verkehr von der Stiftung KliK im Berichtsjahr behandelten Programme ist wie folgt:


Biotreibstoffe

Das Programm umfasst den Import sowie die Inlandproduktion von Biodiesel, hydrierten Pflanzenölen (HVO) und Bioethanol, sofern diese die Bedingungen zur Befreiung von der Mineralölsteuer erfüllen. Dabei ist unerheblich, ob der Biotreibstoff in reiner Form oder als Beimischung zu einem fossilen Treibstoff vertrieben wird.


Das gemeinsam mit der Stiftung KliK entwickelte und von Biofuels Schweiz betriebene Programm läuft seit dem 1. Januar 2014. Per Ende 2017 waren 18 Vorhaben im Programm aufgenommen. 2017 wurden 228’685 Bescheinigungen für das Jahr 2016 ausgestellt, was erneut deutlich über den ursprünglichen Erwartungen lag. Im Berichtsjahr betrug der Bioanteil am Benzinabsatz knapp 2%, jener am Dieselölabsatz etwa 3,5%. Bis 2020 rechnen wir mit der Lieferung von 2’650’000 Bescheinigungen.


Elektro- und Hybridbusse

Das Programm umfasst den Ersatz fossil betriebener Busse durch rein elektrisch betriebene Busse ohne Oberleitung (Elektrobusse), Hybridbusse, Plug-In-Hybridbusse und Elektrofahrzeuge mit Range Extender. Zugelassen sind nur Neufahrzeuge. 


Das von der Stiftung myclimate entwickelte Programm wurde im Mai 2014 vom Bundesamt für Umwelt registriert. Per Ende 2017 waren 10 Vorhaben im Programm aufgenommen. Für das Jahr 2016 wurden 204 Bescheinigungen ausgestellt. Bis 2020 rechnen wir mit der Lieferung von 5’500 Bescheinigungen.


Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter http://www.myclimate.org/busprogramm


Umlagerung Strasse auf Bahn

Das gemeinsam mit der Stiftung KliK entwickelte und von der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) betriebene Programm umfasst die Umlagerung von Gütertransporten von der Strasse auf die Bahn.


Das Programm wurde im Februar 2014 vom Bundesamt für Umwelt registriert. Per Ende 2017 waren 16 Vorhaben im Programm aufgenommen. Für das Jahr 2016 wurden über den Erwartungen liegende 9’468 Bescheinigungen ausgestellt. Bis 2020 rechnen wir mit der Lieferung von 81’500 Bescheinigungen.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.enaw.ch.


Elektrische schwere Nutzfahrzeuge

Das gemeinsam mit der Stiftung KliK entwickelte und von der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) betriebene Programm umfasst den Ersatz fossil betriebener schwerer Nutzfahrzeuge durch rein elektrisch betriebene.


Das Programm wurde im Februar 2014 vom Bundesamt für Umwelt registriert. Per Ende 2017 waren 3 Vorhaben im Programm aufgenommen. Für das Jahr 2016 wurden 151 Bescheinigungen ausgestellt. Bis 2020 rechnen wir mit der Lieferung von 1’650 Bescheinigungen.


Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.enaw.ch.


Optimierung Reifendruck

Das Programm fördert die Einstellung des Reifendrucks um 0.3 bar über den vom Hersteller empfohlenen Komfortreifendruck bei Services und/oder Reifenwechseln in einer Garage. Dadurch verringert sich der Rollwiderstand und damit der Treibstoffverbrauch.


Das gemeinsam mit der Stiftung KliK entwickelte und vom Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) betriebene Programm wurde im Januar 2016 vom Bundesamt für Umwelt registriert. Per Ende 2017 wurde rund 170’000-mal bei Fahrzeugen ein erhöhter Reifendruck eingestellt. Bis 2020 rechnen wir mit der Lieferung von 10’000 Bescheinigungen.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter http://www.agvs-upsa.ch/de/rop.


Projekte

Lediglich ein Projekt steht in der Plattform Verkehr unter Vertrag. Die in Bad Zurzach seit längerem geplante Anlage zur Produktion von Biodiesel aus Altspeiseölen kommt nicht zustande. Der Projekteigner erhielt für 2014 und 2015 importierten Biodiesel 4’863 Bescheinigungen vom Bundesamt für Umwelt ausgestellt. Bis 2020 rechnen wir mit der Lieferung von 336’000 Bescheinigungen.


Selbst durchgeführte Projekte

Von den ehemaligen Projekten der Stiftung Klimarappen, welche von der Stiftung KliK als selbst durchgeführte Projekte unterstützt werden, gehört eines zur Plattform Verkehr. Bei diesem geht es um die Verbesserung der Aerodynamik von Nutzfahrzeugen. Für das Jahr 2016 wurden daraus vom Bundesamt für Umwelt 357 Tonnen CO₂-Emissionsreduktionen angerechnet.

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Plattformen Plattform Unternehmen

Neues Video Plaun Grond

Programm Deponiegas

Mit der von der Stiftung KliK geförderten innovativen Technologie kann das noch vorhandene Methan über den gesetzlichen Auftrag hinaus eliminiert werden.


Von der Verifikation bis zum Ausstellen der Bescheinigungen: Sehen Sie sich unsere Videoreportage über die Deponie Plaun Grond in Ilanz an.

 

Weitere Informationen: www.deponiegas.klik.ch


Weitere Programme und Projekte
Programme
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Plattformen Plattform Unternehmen

Programme
Bereits viele Klimaschutzmassnahmen bei Grossunternehmen und KMUs werden dank den finanziellen Anreizen der Stiftung umgesetzt.
Darja Tinibaev, Leiterin Deutschschweiz

Programme

Der Stand der innerhalb der Plattform Unternehmen von der Stiftung KliK im Berichtsjahr behandelten Programme ist wie folgt:


Senkenleistung Schweizer Holz

Verbautes Holz kann gemäss Anhang 3 der CO₂-Verordnung als einziger CO₂-Speicher Bescheinigungen erzeugen. Die bescheinigungsfähige Senkenleistung entspricht dabei der Mehrproduktion von Schweizer Holzprodukten gegenüber der erwarteten Referenz-Produktionsentwicklung der Gesamtbranche. Es werden drei Produktegruppen differenziert: Schnittholz der Sägereien, mitteldichte Holzfaser- und Spanplatten von Kronospan sowie Faserplatten von Pavatex. Zum Betrieb des branchenweiten Projekts wurde der Verein «Senke Schweizer Holz» gegründet.


Das Programm läuft seit dem 1. Januar 2014. Auch für das Jahr 2016 wurden mit 270’593 erneut deutlich mehr Bescheinigungen ausgestellt als erwartet. Obwohl damit die vertraglich für den Zeitraum bis 2019 auf 640’000 Bescheinigungen begrenzte Liefermenge um 111’776 Bescheinigungen überschritten wurde, erwarb die Stiftung KliK den entstandenen Überschuss. 2020 rechnen wir mit der Lieferung von 270’000 Bescheinigungen.


Klimafreundliche Kälte

In der Schweiz existiert eine grosse Zahl stationärer Kälteanlagen für industrielle und gewerbliche Anwendungen, z.B. für die Kühlketten der Detailhandelsfirmen. Diese verursachen über den Lebenszyklus einer Anlage beträchtliche Emissionen äusserst treibhauswirksamer Kältemittel. Trotz der bestehenden Regulierung durch die Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung können erhebliche Mengen an Emissionen durch gezielte Anreize vermieden werden, indem die Anlagen vorzeitig auf klimafreundliche Kältemittel wie CO₂ oder Ammoniak umgerüstet werden.


Ein erstes Modul zum vorzeitigen Ersatz stationärer HFKW-Kälteanlagen der von der Stiftung KliK entwickelten Programme wurde im Februar 2015 vom Bundesamt für Umwelt registriert. Zwei weitere Module wurden im Juli 2016 registriert (i) zum Ersatz von HFCKW-Anlagen anstelle ihrer Umrüstung auf HFKW-Kältemittel sowie (ii) zum Neubau klimafreundlicher Anlagen bei kleinen Verkaufsformaten wie Tankstellen-Shops. Per Ende 2017 waren 30 Vorhaben in das Programm aufgenommen. Bis 2020 erwarten wir die Ausstellung von 50’000 Bescheinigungen.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.kaelteanlagen.klik.ch.


Reduktion von Methan in Abwasserreinigungsanlagen

Abwasserreinigungsanlagen emittieren beträchtliche Mengen an Methan. Als wichtigste Quellen zu nennen sind der Methanschlupf bei der Biogasaufbereitung und die Emissionen bei der Entwässerung und Stapelung von Klärschlamm. Die Methankonzentrationen in diesen Abluftströmen sind typischerweise zu klein für eine energetische Nutzung. Der Ertrag aus dem Verkauf der Bescheinigungen gibt einen Anreiz, die Methanströme zu fassen und in bestehenden Schlammverbrennungsanlagen oder Blockheizkraftwerken zu zerstören.


Das von South Pole entwickelte Programm wurde im September 2014 vom Bundesamt für Umwelt registriert. Per Ende 2017 waren 11 Vorhaben im Programm aufgenommen. Für das Jahr 2016 wurden 4’648 Bescheinigungen ausgestellt. Wir rechnen mit der Lieferung von 34’000 Bescheinigungen bis 2020.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter http://www.thesouthpolegroup.com/ara.


Deponiegas

In der Schweiz existieren zahlreiche Deponien, aus welchen methanhaltiges Deponiegas in die Atmosphäre entweicht, weil die Methankonzentration mittlerweile so gering ist, dass das entstehende Gas mit herkömmlichen Fackeln nicht mehr verbrannt werden kann. Meist besteht keine direkte Auflage zur weiteren Zerstörung des Methans; die Emissionen können aber über die Installation und den Betrieb von Schwachgasfackeln weiter eliminiert werden. Dies kann mit einer Aerobisierung in-situ gekoppelt werden, bei welcher durch Sauerstoffeintrag die Methanbildung im Deponiekörper selbst vermieden wird.


Das von der Stiftung KliK entwickelte Programm wurde im Juni 2015 vom Bundesamt für Umwelt registriert. Per Ende 2017 waren 9 Vorhaben im Programm aufgenommen. Für das Jahr 2015 wurden 2’156 Bescheinigungen ausgestellt. Wir rechnen mit der Lieferung von 45’000 Bescheinigungen bis 2020.


Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.deponiegas.klik.ch.


Rezyklieren von Kunststoffen

Das Programm ermöglicht den Aufbau einer Logistikkette zur separaten Sammlung von Kunststofffraktionen in Haushaltsabfällen, die heute in der KVA verbrannt werden, zu deren Aufbereitung in einem Sortierwerk sowie zur anschliessenden stofflichen Wiederverwendung in neuen Produkten. Mischfraktionen werden als Ersatzbrennstoff in der Zementindustrie verwendet, wo sie konventionelle fossile Brennstoffe ersetzen.


Das von South Pole entwickelte Programm befand sich Ende des Berichtsjahrs beim Bundesamt für Umwelt noch immer in Prüfung. Wir rechnen mit der Lieferung von 100’000 Bescheinigungen für das Kalenderjahr 2020.


Lachgasreduktion in Abwasserreinigungsanlagen

In Abwasserreinigungsanlagen kann es zu beträchtlichen Emissionen von Lachgas (N₂O) kommen. Diese können gezielt vermieden werden durch Reduktion der Stickstofffracht in den Abwässern.


Das von INFRAconcept entwickelte Programm befand sich Ende des Berichtsjahrs in Validierung. Bis 2020 rechnen wir mit der Lieferung von 7’500 Bescheinigungen.


Projekte

Im Berichtsjahr wurden von der Stiftung KliK in der Plattform Unternehmen die folgenden Projekte akquiriert bzw. näher untersucht:


Zerstörung von Deponiegas

Nur ein Projekt dieser Kategorie steht unter Vertrag (Pizzante). Für das Jahr 2016 wurden keine Bescheinigungen ausgestellt. Zuvor waren 9’116 Bescheinigungen an dieses und ein weiteres, mittlerweile eingestelltes Projekt (Sass Grand) ausgestellt worden.


Lachgasreduktion bei der Klärschlammverbrennung

Bei der Verbrennung von Klärschlamm entstehen substantielle Mengen Lachgas, welche thermisch zerstört werden können. Ein entsprechendes Projekt der ARA Emmen wurde im Mai 2015 vom Bundesamt für Umwelt registriert, eines der ARA Rhein im Mai 2016. Wir erwarten insgesamt die Lieferung von 71’500 Bescheinigungen bis 2020.


Reduktion von SF₆

Ein Projekt zum Ersatz von SF₆ durch SO₂ in der Herstellung von Magnesium-Bauteilen wurde im April 2015 vom Bundesamt für Umwelt registriert und im Laufe des Jahres umgesetzt. Wir erwarten für bis Ende 2016 erzeugte Emissionsreduktionen 10’500 Bescheinigungen; danach hat eine Regulierung der SF₆-Emissionen zu greifen begonnen.


Abfackelung von Methan bei Wartungsarbeiten

Die Transitgas AG betreibt das Schweizer Teilstück der Erdgashochdruckleitung, welche die Gasfelder Nordeuropas mit Italien verbindet. Das Projekt besteht darin, das enthaltene Methan im Streckenabschnitt Ruswil–Mauensee, welches bei Wartungsarbeiten in die Atmosphäre gelangen würde, einerseits durch Umpumpen in die Parallelleitung zu befördern, andererseits durch Abfackeln mittels einer mobilen 100 MW Fackel klimafreundlich zu zerstören. Das Projekt befand sich Ende 2017 noch in Ausarbeitung. Wir rechnen mit der Lieferung von 28’500 Bescheinigungen für das Jahr 2020.


Mehrleistungen aus Zielvereinbarungen

Unternehmen, welche vor 2013 von der CO₂-Abgabe auf Brennstoffen befreit waren oder ab 2013 die Befreiung erlangten, wurde ein jeweils befristetes Kaufangebot für Mehrleistungen unterbreitet. Per Ende 2017 machten 353 Unternehmen von dem Angebot Gebrauch.


Im Laufe des Berichtsjahrs wurden zum Stückpreis von 100 Fr. 156’002 Bescheinigungen für in den Jahren 2013 bis 2016 erzielte Mehrleistungen geliefert (Vorjahr: 173’653 Bescheinigungen). Insgesamt rechnen wir bis 2020 mit der Lieferung von rund 1,6 Millionen Bescheinigungen.


Bescheinigungen für Emissionsverminderungen in 2008 bis 2012

Im Laufe des Berichtsjahrs wurden 16’654 Bescheinigungen zum Stückpreis von 50 Fr. geliefert.


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Plattformen Plattform Gebäude

Bild: Limeco

Programm Wärmeverbünde

Der Antragsprozess zur Teilnahme am Programm wurde stark vereinfacht und ist nun auch für kleinere Wärmeverbünde interessant. Per Ende 2017 wurden 12 Vorhaben in den verschiedenen Modulen aufgenommen.


Weitere Informationen: 

www.waermeverbuende.klik.ch

Weitere Programme und Projekte
Programme
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Plattformen Plattform Gebäude

Programme
Dank von der Stiftung KliK geförderten mobilen Pelletheizungen kann die CO₂-Bilanz von Gebäuden schon während der Bauphase massiv verbessert werden.
Gaëlle Fumeaux, Leiterin Romandie und Tessin

Programme

Der Stand der innerhalb der Plattform Gebäude von der Stiftung KliK im Berichtsjahr behandelten Programme ist wie folgt:


Gebäudeautomation

Gebäudeautomation Die Gebäudeautomation (GA) verringert den Energieverbrauch von Gebäuden um 20 bis 30 Prozent und trägt zu einer wesentlichen Steigerung des Komforts bei. Das Programm fördert die Aufrüstung fossil beheizter Gebäude von den GA-Effizienzklassen C (heutiger Standard bei Neubauten) oder D der SIA-Norm 386.110 zu den Klassen A oder B mit definierten Beiträgen pro m² Energiebezugsfläche.


Das von der Stiftung KliK entwickelte Programm ist seit Anfang 2015 in Betrieb und wurde mangels Erfolg Ende 2017 eingestellt. Es wurden 13 Vorhaben im Programm aufgenommen. Bis 2020 erwarten wir die Ausstellung von 2’500 Bescheinigungen.


Elektronische Heizkörperthermostate Danfoss

Das von South Pole zur Förderung des elektronischen Heizkörperthermostats der Firma Danfoss entwickelte Programm vergünstigt den Kaufpreis des Geräts um 15 Fr. Die Geräte ermöglichen eine optimale Beheizung dank einer automatischen Temperaturabsenkung während der Nacht und verhindern das Heizen während des Lüftens. Damit werden in fossil beheizten Mehrfamilienhäusern Emissionsreduktionen bis zu 20% erzielt.


Das Programm wurde im Oktober 2016 vom Bundesamt für Umwelt registriert. Per Ende 2017 sind rund 8'000 Geräte verkauft worden. Für das Jahr 2016 wurden 8 Bescheinigungen ausgestellt. Bis 2020 erwarten wir die Lieferung von 5’800 Bescheinigungen. 


Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter http://www.thesouthpolegroup.com/de/projekte/swiss-smart-heating-programs--


Intelligenter Heizungsregler Neurobat

Der intelligente Heizungsregler der Firma Neurobat sollte konventionelle Heizkurvenregler in bestehenden Einfamilienhäusern ergänzen. Ein zugehöriges Programm wurde im November 2015 zwar vom Bundesamt für Umwelt registriert, stand aber Ende 2017 wegen drohender Insolvenz der Neurobat unmittelbar vor dem Abbruch.


Wärmeverbünde

Die Umsetzung kleiner Wärmeverbünde als Kompensationsprojekt lohnt im Regelfall wegen der damit verbundenen hohen Transaktionskosten nicht. Die Stiftung KliK hat deshalb die folgenden Module zur Förderung von Wärmeverbünden entwickelt: (i) Nutzung von Abwärme aus Abwasser (vom Bundesamt für Umwelt im August 2015 registriert), (ii) Nutzung von Umweltwärme aus Grund-, Trink-, Fluss- und Seewasser (Dezember 2016), (iii) industrielle Hochtemperatur-Abwärme (September 2017), (iv) Niedertemperatur-Abwärme (Februar 2017), (v) Abwärme aus KVA (September 2017), (vi) Wärmeerzeugung mit Biomasse-Feuerungen (März 2017), (vii) Erweiterungen bestehender Wärmenetze (September 2017).


Per Ende 2017 waren 12 Vorhaben in den verschiedenen Modulen aufgenommen. Wir erwarten insgesamt die Ausstellung von 21’000 Bescheinigungen bis 2020.


Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.waermeverbuende.klik.ch.


Warmwassersparen

Mit Wasserspardüsen in Duschbrausen und Wasserhähnen kann der Verbrauch fossiler Energieträger zur Warmwassererzeugung reduziert werden. Das von der Stiftung myclimate entwickelte Programm fördert den Einsatz von Wasserspardüsen in Hotels, Heimen und grösseren Überbauungen sowie die vergünstigte Abgabe von effizienten Duschbrausen.


Das Programm wurde im Oktober 2015 vom Bundesamt für Umwelt registriert. Per Ende 2017 waren 78 Vorhaben im Programm aufgenommen. Für das Jahr 2016 wurden 1’927 Bescheinigungen ausgestellt. Bis 2020 rechnen wir mit der Lieferung von 26’000 Bescheinigungen.


Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.myclimate.org/warmwasser/.


Mobile Heizungen

Mobile Heizungen werden vermehrt auf Baustellen zur schnelleren Bauaustrocknung oder zur Sicherstellung eines besseren Arbeitsklimas eingesetzt. Auch im Eventbereich zur Zeltbeheizung sind sie weit verbreitet. Mobile Heizungen werden fast ausschliesslich mit fossilen Brennstoffen betrieben. Neuerdings gibt es aber auch mit Holzpellets betriebene Geräte.


Ein von der Stiftung KliK entwickeltes Programm zur Förderung solcher Geräte wurde im August 2015 vom Bundesamt für Umwelt registriert. Per Ende 2017 waren 230 Vorhaben im Programm aufgenommen. Für das Jahr 2016 wurden 3’197 Bescheinigungen ausgestellt. Bis 2020 erwarten wir die Ausstellung von insgesamt 33’000 Bescheinigungen.


Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.mobileheizungen.klik.ch.


Betriebsoptimierung

Das von energo entwickelte Programm fördert den Einsatz eines Energiemanagementsystems in Mietgebäuden und wurde im Juni 2016 vom Bundesamt für Umwelt registriert. Bis 2020 erwarten wir die Lieferung von 17’000 Bescheinigungen.


Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter http://www.energo.ch/de/dienstleistungen/advanced/.


Wandbrausen

Das von Sinum entwickelte Programm fördert den Vertrieb wassersparender Wandbrausen in Sportanlagen und wurde im November 2016 vom Bundesamt für Umwelt registriert. Bis 2020 erwarten wir die Lieferung von 5‘200 Bescheinigungen.

 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter http://www.sinum.com/wandbrausen/.


Intelligentes Heizungssteuerungssystem tado°

Das von South Pole zur Förderung des intelligenten Heizungssteuerungssystems der Firma tado° entwickelte Programm wurde im Berichtsjahr eingestellt. Die Auflagen des Bundesamts für Umwelt zum Nachweis der Emissionsreduktionen waren praktisch nicht erfüllbar. Für die Stiftung KliK entstand dadurch ein Aufwand ohne Gegenwert von rund 57’000 Fr. für die vorab finanzierte Vergünstigung des Kaufpreises der unter dem Programm abgegebenen Geräte.


Projekte

Die Stiftung KliK hat im Berichtsjahr 8 weitere Wärmeverbünde unter Vertrag genommen, womit die Gesamtzahl per Ende 2017 auf 55 stieg. Die Wärmeverbünde nutzen erneuerbare Energiequellen sowie Abwärme und ersetzen in den angeschlossenen Gebäuden fossile Heizungen (Öl- oder Gasheizungen). Bis 2020 erwarten wir die Lieferung von 390’000 Bescheinigungen.


Selbst durchgeführte Projekte

Auch hier handelt es sich in erster Linie um mit erneuerbaren Energien oder Abwärme gespeiste Wärmeverbünde. Bis Ende 2017 wurden der Stiftung KliK 898’547 Tonnen CO₂-Emissionsverminderungen für die Jahre 2013 bis 2016 angerechnet. Bis 2020 erwarten wir die Anrechnung von insgesamt 1,60 Millionen Tonnen CO₂-Emissionsverminderungen.

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Plattformen Plattform Landwirtschaft

Bild: Ökostrom Schweiz

Projekte Landwirtschaftliche Biogasanlagen Bündel II – IV

In Biogasanlagen wird aus Gülle Strom und Wärme produziert. Mit den von uns unterstützten Projekten konnten bereits 22'500 Tonnen CO₂ Äquivalente Methan vermieden werden.


Weitere Informationen:  www.klik.ch/landwirtschaft

Weitere Programme und Projekte
Programme
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Plattformen Plattform Landwirtschaft

Programme
Ein erstes Programm zur Reduktion von Lachgas in der Landwirtschaft ist dieses Jahr erfolgreich in Betrieb gegangen.
Mischa Classen, Leiter Ausland

Programme

Der Stand der innerhalb der Plattform Landwirtschaft von der Stiftung KliK im Berichtsjahr behandelten Programme ist wie folgt:


Methanreduktion aus der enterischen Fermentation von Milchkühen

Das Programm möchte Futtermittelzusätze fördern, welche die Produktion von Methan in den Mägen von Milchkühen reduzieren. Ein erstes von South Pole entwickeltes Programm wurde von den zuständigen Bundesstellen zurückgewiesen mit der Begründung, die Wirkung sei nicht ausreichend belegt. Auf Grundlage eines grösseren Feldversuchs wurde im August 2017 ein neuer Programmantrag zur Registrierung eingereicht. Wir halten die Lieferung von 60’000 Bescheinigungen bis 2020 für möglich.


Lachgasreduktion aus Stickstoffdüngung

Das Programm fördert die Beimischung von Nitrifikationshemmern zu Düngemitteln. Dies reduziert die Lachgasemissionen indirekt, indem weniger Stickstoff in Form von Ammoniak ausgetragen wird, und direkt, weil weniger Stickstoffdünger eingesetzt werden muss.


Das von First Climate (Switzerland) AG entwickelte Programm wurde im September 2016 vom Bundesamt für Umwelt registriert. Wir erwarten die Lieferung von 22’000 Bescheinigungen bis 2020.


Projekte

Folgende Projekttypen wurden von der Stiftung KliK im Berichtsjahr näher untersucht:


Landwirtschaftliche Biogasanlagen

Bei der Viehhaltung anfallende Gülle verursacht Methanemissionen, welche durch kontrollierte Sammlung und Vergärung der Gülle in Biogasanlagen vermieden werden können. Zusätzlich zur Methanvermeidung kann durch die Nutzung des Biogases in einem Blockheizkraftwerk Strom und Wärme erzeugt werden. Eine solche Nutzung wird jedoch meist bereits mittels der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) gefördert und ist daher nicht Teil des Kompensationsprojekts. Wir erwarten aus drei Bündeln die Lieferung von 114’000 Bescheinigungen bis 2020. Bisher wurden 31’801 Bescheinigungen geliefert.


Kompogasanlagen

Kompogasanlagen fermentieren biogene Abfälle aus industriellen Prozessen oder kommunaler Sammlung in einem geschlossenen Reaktor und unter anaeroben Bedingungen. Das entstehende Biogas wird gefangen und in einer WKK-Anlage zu Strom und Wärme verarbeitet. Anrechenbar sind dabei die vermiedenen Methanemissionen, welche beim Zerfall bzw. der Kompostierung der Abfälle entstehen würden. Zudem kann die Wärme aus der WKK-Anlage Heizöl substituieren. Zwei solcher Anlagen wurden als Kompensationsprojekte beim Bundesamt für Umwelt registriert. Wir rechnen mit der Lieferung von 9’500 Bescheinigungen bis 2018 (Ende der Kreditierungsperiode). Bisher wurden 6’401 Bescheinigungen geliefert.

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Überblick und Ausblick Überblick und Ausblick

Vertraglicher Mitteleinsatz
(Mio. Fr.)
Ertrag und Aufwand

Ertrag und Aufwand

Die Stiftung KliK hatte per 1. Januar 2018 mit 43 Mineralölgesellschaften einen Vertrag zur Übernahme ihrer Kompensationspflicht abgeschlossen. Die Zusammensetzung der Kompensationsgemeinschaft blieb damit gegenüber dem Vorjahr unverändert.


Die Teilnehmer der Kompensationsgemeinschaft zahlten der Stiftung KliK im Berichtsjahr ein Entgelt von 98’571’079 Fr. Das von der Pflichtlagerorganisation für flüssige Treib- und Brennstoffe, Carbura, besorgte Inkasso der Einnahmen kostete 33’600 Fr.


Da der Jahresabschluss der Mineralölsteuererträge durch die Oberzolldirektion jeweils erst im Mai des Folgejahres erfolgt, kann es nach Abschluss der Bilanz der Stiftung KliK zu Nachzahlungen von Entgelt an die Stiftung KliK bzw. zu Rückzahlungen von Entgelt an die Teilnehmer der Kompensationsgemeinschaft kommen, welche als ausserordentlicher Ertrag bzw. Aufwand verbucht werden. Für das Jahr 2017 überstiegen die Nachzahlungen an die Stiftung KliK deren Rückzahlungen um 296’219 Fr. Ein weiterer ausserordentlicher Ertrag von 60’600 Fr. entstand durch den Verkauf von Bescheinigungen an Kompensationspflichtige ausserhalb der Kompensationsgemeinschaft.


Seit 2014 wird die Stiftung KliK im Fürstentum Liechtenstein als Kompensationsgemeinschaft zur Erfüllung der dort ebenfalls bestehenden Kompensationspflicht anerkannt. Das Fürstentum verzichtet auf die Durchführung von Kompensationsmassnahmen; statt dessen erhält es einen jährlich festgelegten Anteil am der Stiftung KliK zugeflossenen Entgelt. Dieser betrug im Berichtsjahr für das Jahr 2016 417’386 Fr.


Der Ertrag aus Zinsen und Wertschriften belief sich auf 7’838’506 Fr. Dem standen Kursverluste bei Wertschriften sowie Aufwendungen für Bankspesen und Abgaben von 1’024’213 Fr. gegenüber. Netto resultierte demnach ein Finanzerfolg von 6’814’293 Fr.


Im Berichtsjahr wurden Bescheinigungen und verifizierte Emissionsverminderungen im Wert von 91’707’009 Fr. an die Stiftung KliK geliefert. Zusätzlich bestehen vertragliche Verpflichtungen von rund 512 Mio. Fr. für erwartete Lieferungen bis 2020; davon werden voraussichtlich 137 Mio. Fr. im Jahr 2018 zur Zahlung fällig.


Die indirekten Kosten für externe Beratung, für die Vermittlung von Projekten sowie für programmspezifische Kommunikation betrugen 607’077 Fr. (–37% gegenüber dem Vorjahr). Der Aufwand für den Betrieb der Geschäftsstelle und für allgemeine Kommunikation betrug 1’269’377 Fr. (–12% gegenüber dem Vorjahr).


Kosten pro Gutschrift
(Fr./t CO₂)
Erzielte und erwartete Emissionsverminderungen

Erzielte und erwartete Emissionsverminderungen

Per 31. Dezember 2017 befanden sich – nach Erfüllung der Kompensationspflicht bis einschliesslich 2016 – auf dem Konto der Stiftung 4’188’184 Bescheinigungen, die zur Erfüllung der Kompensationspflicht 2017 bis 2019 eingesetzt werden können, ein Plus von 120’756 Bescheinigungen gegenüber dem Vorjahr. Im Durchschnitt kostete die in 2017 hinzugekommene, zur Erfüllung der Kompensationspflicht einsetzbare Tonne CO₂ 98.80 Fr. (ohne Einrechnung der Transaktionskosten) und damit 6% weniger als im Vorjahr (104.50 Fr.). Insgesamt kosteten die bis Ende 2017 erworbenen anrechenbaren Kompensationsleistungen durchschnittlich 80.61 Fr. pro Tonne CO₂.


Aus vertraglich gesicherten Projekten und Programmen erwarten wir bis 2020 zusätzlich 3.72 Mio. Bescheinigungen, aus Verträgen mit Unternehmen mit einer Zielvereinbarung weitere 0.94 Mio. Bescheinigungen. Aus vertraglich gesicherten selbst durchgeführten Projekten schliesslich rechnen wir mit zusätzlichen anrechenbaren Emissionsverminderungen bis 2020 von 0.72 Mio. Tonnen CO₂.


Mit den gelieferten und den vertraglich gesicherten Emissionsgutschriften kann die Kompensationspflicht bis einschliesslich 2019 erfüllt werden. Entgegen früheren Erwartungen kann die Kompensationspflicht möglicherweise auch 2020 ganz knapp erfüllt und damit die drohende Strafzahlung abgewendet werden. Voraussetzung dafür ist, dass das Programm Biotreibstoffe sich den Prognosen entsprechend entwickelt und dass, anders als vom Bundesrat geplant, Biotreibstoffe auch nach dem 30. Juni 2020 von der Mineralölsteuer befreit werden können.


Die im Hinblick auf eine Unterdeckung bereits 2014 von der Stiftung KliK erworbene eine Million Emissionsminderungszertifikate der ersten Verpflichtungsperiode 2008 bis 2012 (CER1) lagern unverändert auf einem Konto im britischen Emissionshandelsregister, wo sie auf die Umwandlung in Emissionsminderungszertifikate der zweiten Verpflichtungsperiode 2013 bis 2020 (CER2) warten.


Mitteleinsatz für Emissionsgutschriften der Jahre 2013 bis 2020: Stand Ende 2017




Vertraglicher Mitteleinsatz (Mio. Fr.)

Gutschriften unter Vertrag (Mio. t)

Verifizierte Wirkung (Mio. t)

Kosten pro Gutschrift (Fr. / t CO₂)

Programme Verkehr

239

2.75

0.39

87

Programme Unternehmen

141

1.19

0.76

118

Programme Gebäude

12

0.11

0.00

109

Programme Landwirtschaft

11

0.08

-

131

Projekte neu

82

0.83

 0.09

99

Projekte Klimarappen

177

1.62

0.90

109

Mehrleistungen

141

1.41

0.59

100

Emissionsrechte

172

3.06

2.94

56

Total

969

11.05

5.67

88


Erfüllung der Kompensationspflicht 2016

Auf Basis des für 2016 geltenden Kompensationssatzes von 5% betrug die Kompensationsmenge für die in jenem Jahr 44 Teilnehmer der Kompensationsgemeinschaft 807’068 Tonnen CO₂. Zur Erfüllung gab die Stiftung dem Bund 572’231 Bescheinigungen ab und wies 234’837 Tonnen anrechenbare Emissionsreduktionen aus selbst durchgeführten Projekten vor.


Insgesamt 404 Bescheinigungen lieferte die Stiftung KliK direkt an den Bund und erfüllte damit die Kompensationspflicht von zwei kleineren Mineralölgesellschaften ausserhalb der Kompensationsgemeinschaft.


Stiftungsrat und Geschäftsstelle

Auf der Geschäftsstelle der Stiftung KliK waren Ende des Jahres 7 Personen zu 515 Stellenprozenten beschäftigt. Personalveränderungen waren keine zu verzeichnen. Das abgelaufene Jahr war ein Jahr des Normalbetriebs. Mit Publikation der Botschaft des Bundesrats zur Totalrevision des CO₂-Gesetzes am 1. Dezember richtet sich der Horizont nun auf das Jahr 2030.


Der Stiftungsrat trat im Berichtsjahr viermal zusammen. Dabei bewilligte er weitere Verträge zum Kauf von Bescheinigungen aus Projekten und Programmen und bereitete sich strategisch auf den vom Bundesrat in Gang gesetzten Prozess der CO₂-Gesetzesrevision im Parlament vor.


Ausblick

Die Stiftung KliK begrüsst die Absicht des Bundesrats, das Instrument der Kompensationspflicht in der Periode 2021 bis 2030 weiterzuführen und in seiner Bedeutung für die Schweizer Klimapolitik zu verstärken. Bis zu 90% der Treibstoffemissionen sollen bis 2030 kompensiert werden, davon mindestens 15% im Inland, der Rest im Ausland. Mit der im November 2017 erfolgten Ratifikation des Pariser Klimaabkommens durch die Schweiz wurde für letzteres der Rahmen geschaffen. Das Instrument der Kompensationspflicht würde so rund 60% der gegenüber der Referenzentwicklung benötigten Emissionsreduktionen von etwa 100 Mio. Tonnen CO₂ liefern.


Der minimale Inlandkompensationssatz ist mit 15% allerdings zu hoch angesetzt. Da 5% der Treibstoffemissionen mittels erneuerbaren Treibstoffen kompensiert werden sollen, müssten andere Massnahmen ab 2021 schlagartig doppelt so viele Emissionsreduktionen liefern. Gleichzeitig halbiert sich mit der Gesetzesrevision das Potential für Emissionsreduktionen, da wichtige Quellen von Emissionsgutschriften dahinfallen sollen (Mehrleistungen, selbst durchgeführte Projekte).


Ein Inlandkompensationssatz von 15% kann somit bestenfalls erreicht werden, wenn einige gezielte Eingriffe in die Vorlage des Bundesrats vorgenommen werden. Dazu gehört ganz wesentlich die Verlängerung der derzeit auf Mitte 2020 befristeten Möglichkeit zur Befreiung von Biotreibstoffen von der Mineralölsteuer bis 2030; bereits die Vorgabe zur Kompensation von 10% der Treibstoffemissionen in 2020 ist anders nicht zu erfüllen.


Die Stiftung KliK ist zuversichtlich, mit dem Instrument der Kompensationspflicht weiterhin und bis 2030 einen bedeutsamen und durch das Engagement im Ausland sogar noch steigenden Beitrag zum Klimaschutz leisten zu können. Entsprechend wird sie frühzeitig in die Fortführung der in den letzten Jahren mit grossem Aufwand etablierten Programme sowie in neue Aktivitäten investieren, selbst wenn das revidierte Gesetz noch nicht im Detail beschlossen ist. Ein besonderes Augenmerk wird sie zudem legen auf die Abklärung der Möglichkeiten zur Kompensation im Ausland.


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Lage- und Leistungsbericht Lage- und Leistungsbericht

Stiftungszweck

Die Stiftung bezweckt die Erfüllung der Aufgaben einer Kompensationsgemeinschaft im Sinne von Art. 27 des Bundesgesetzes über die Reduktion der CO₂-Emissionen («CO₂-Gesetz»), insbesondere die Erfüllung der Kompensationspflicht für die ihr angeschlossenen kompensationspflichtigen Inverkehrbringer fossiler Treibstoffe. Dies geschieht durch direkte oder indirekte Finanzierung, Unterstützung, Planung und Durchführung von nach den Vorschriften des CO₂-Gesetzes anrechenbaren Kompensationsmassnahmen im In- und Ausland, namentlich auch im Rahmen nationaler und internationaler Emissionshandelssysteme.


Die Stiftung ist ausschliesslich gemeinnützig ausgerichtet und verfolgt weder Erwerbs- noch Selbsthilfezwecke. Sie verfolgt auch keine kommerziellen Zwecke und erstrebt keinen Gewinn. Die Verwendung auch bloss von Teilen des Stiftungsvermögens in anderer Weise als zur Erreichung des Stiftungszweckes ist ausgeschlossen.


Organe

Der Stiftungsrat besteht aus fünf Mitgliedern, der Geschäftsführer ist ebenfalls ein Organ.


Personalbestand

Anzahl Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt 515 Stellenprozente.


Internes Kontrollsystem

Die Stiftung KliK verfügt über ein Internes Kontrollsystem, welches als Grundlage für die wesentlichen Arbeitsabläufe dient. Der Stiftungsrat überprüft periodisch die finanziellen und operativen Risiken an seinen Sitzungen. Die Überlegungen zum Risiko und seiner Begrenzung sind im Risikoregister festgehalten.


Weitere Angaben

Weitere Angaben und Bestandteile des Lage- und Leistungsbericht sind auch unter www.jahresbericht.klik.ch abrufbar.

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Finanzbericht und Anhang Übersicht

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Finanzbericht und Anhang Bilanz

Bilanz per 31. Dezember

Erläuterungen

2017

2016

Aktiven


CHF

CHF

Flüssige Mittel


523'801.37

6'630'741.10

Wertschriften

2.1

112'221'805.37

94'961'744.38

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – gegenüber Dritten


27'420'923.95

27'807'120.80

Übrige kurzfristige Forderungen – gegenüber Dritten


3'588'677.20

1'453'280.07

Aktive Rechnungsabgrenzungen


9'602.00

98'411.20

Total Umlaufvermögen


143'764'809.89

130'951'297.55

Emissionsgutschriften

2.2

1.00

1.00

Total Anlagevermögen


1.00

1.00

Total Aktiven


143'764'810.89

130'951'298.55





Passiven




Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – gegenüber Dritten


13'614'125.00

11'297'637.05

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten – gegenüber Dritten


672'509.50

1'678'199.00

Kurzfristige Rückstellungen Projekte

2.3

136'908'164.00

132'602'014.00

Passive Rechnungsabgrenzungen


499'539.85

512'868.95

Total kurzfristiges Fremdkapital


151'694'338.35

146'090'719.00

Langfristige Rückstellungen Projekte

2.4

375'257'667.00

415'024'678.00

Total langfristiges Fremdkapital


375'257'667.00

415'024'678.00

Total Fremdkapital


526'952'005.35

561'115'397.00

Stiftungskapital


50'000.00

50'000.00

Freies Kapital – Vortrag erarbeitetes freies Kapital


– 430'214'098.45

– 393'810'938.82

Freies Kapital – Stiftungsergebnis


46'976'903.99

– 36'403'159.63

Total Organisationskapital

2.5

– 383'187'194.46

– 430'164'098.45

Total Passiven


143'764'810.89

130'951'298.55

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Finanzbericht und Anhang Betriebsrechnung

Betriebsrechnung

Erläuterungen

2017

2016



CHF

CHF

Erhaltene Beiträge Kompensationsgemeinschaft


98'571'078.50

101'541'584.25

Ertragsminderungen


– 415'986.00

– 402'173.00

Erlöse aus Lieferungen und Leistungen




– Ertrag aus Dienstleistungen an Dritte


253'800.00

180'266.55

Betriebsertrag


98'408'892.50

101'319'677.80

Aufwand Programme

2.6

– 56'670'648.35

– 139'459'779.85

Aufwand Drittleistungen Programme

2.7

– 640'493.85

– 957'858.45

Personalaufwand


– 856'287.85

– 874'476.55

Übriger Betriebsaufwand

2.8

– 455'989.70

– 567'550.10

Betriebsaufwand


– 58'623'419.75

– 141'859'664.95

Betriebliches Ergebnis


39'785'472.75

– 40'539'987.15

Finanzertrag

2.9

7'842'977.67

4'442'992.00

Finanzaufwand

2.10

– 1'008'365.18

– 849'810.13

Finanzergebnis


6'834'612.49

3'593'181.87

Ausserordentlicher Ertrag

2.11

425'201.75

618'431.90

Ausserordentlicher Aufwand

2.12

– 68'383.00

– 74'786.25

Ausserordentliches Ergebnis


356'818.75

543'645.65

Jahresergebnis (vor Zuweisung an Organisationskapital)


46'976'903.99

– 36'403'159.63

Zuweisung / Verwendung




– Freies Kapital


46'976'903.99

– 36'403'159.63



0.00

0.00

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Finanzbericht und Anhang Geldflussrechnung

Geldflussrechnung

2017

2016


CHF

CHF

Jahresergebnis

46'976'903.99

– 36'403'159.63

(Abnahme)/ Zunahme Rückstellungen

– 35'460'861.00

57'876'012.00

Abnahme /(Zunahme) Wertschriften

– 17'260'060.99

– 3'070'975.39

Abnahme /(Zunahme) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

386'196.85

5'643'322.25

(Abnahme)/ Zunahme Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

2'316'487.95

– 17'197'105.30

Abnahme /(Zunahme) übrige kurzfristige Forderungen



­und aktive Rechnungsabgrenzungen

– 2'046'587.93

– 239'018.45

(Abnahme) / Zunahme übrige kurzfristige Verbindlichkeiten



­und passive Rechnungsabgrenzungen

– 1'019'018.60

– 295'979.50

Geldfluss aus Betriebstätigkeit

– 6'106'939.73

6'313'095.98

Geldfluss aus Investitionstätigkeit

0.00

0.00

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

0.00

0.00

Veränderung der flüssigen Mittel

– 6'106'939.73

6'313'095.98

Bestand flüssige Mittel per 1.1.

6'630'741.10

317'645.12

Bestand flüssige Mittel per 31.12.

523'801.37

6'630'741.10

Nachweis Veränderung der flüssigen Mittel

– 6'106'939.73

6'313'095.98

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Finanzbericht und Anhang Rechnung über Veränderung des Kapitals

Rechnung über die Veränderung des Kapitals 2017

Bestand 1.1.

Zuweisungen

Verwendung

Total Veränderung

Bestand 31.12.


CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

Organisationskapital






Stiftungskapital

50'000.00

0.00

0.00

0.00

50'000.00

Freies Kapital

– 430'214'098.45

46'976'903.99

0.00

46'976'903.99

– 383'237'194.46

Total Organisationskapital

– 430'164'098.45

46'976'903.99

0.00

46'976'903.99

– 383'187'194.46

Rechnung über die Veränderung des Kapitals 2016

Bestand 1.1.

Zuweisungen

Verwendung

Total Veränderung

Bestand 31.12.


CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

Organisationskapital






Stiftungskapital

50'000.00

0.00

0.00

0.00

50'000.00

Freies Kapital

– 393'810'938.82

0.00

36'403'159.63

– 36'403'159.63

– 430'214'098.45

Total Organisationskapital

– 393'760'938.82

0.00

36'403'159.63

– 36'403'159.63

– 430'164'098.45

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Finanzbericht und Anhang Anhang

Anhang


I. Allgemeines


Firma, Rechtsform und Sitz des Unternehmens
Name: Stiftung Klimaschutz und CO₂-Kompensation KliK
Rechtsform: Stiftung
Sitz: Zürich


Die Stiftung Klimaschutz und CO₂-Kompensation KliK besteht seit dem 7. Dezember 2012 (Eintrag Handelsregister) und hat am 1. Januar 2013 ihre operative Tätigkeit aufgenommen.

Die Stiftung KliK wurde von der Erdöl-Vereinigung gegründet und bezweckt die Erfüllung der Aufgaben einer Kompensationsgemeinschaft im Sinne von Artikel 27 CO₂-Gesetz. Sie ist von den ihr angeschlossenen kompensationspflichtigen Mineralölgesellschaften beauftragt, die Kompensationspflicht mittels direkter oder indirekter Finanzierung, Unterstützung, Planung und Umsetzung von Kompensationsmassnahmen in der Schweiz zu erfüllen, die gemäss den Vorschriften des CO₂-Gesetzes anrechenbar sind. Dafür bezahlen diese der Stiftung ein kostendeckendes Entgelt.

1. Angaben über die in der Jahresrechnung angewandten Grundsätze

Die vorliegende Jahresrechnung erfolgt in Übereinstimmung mit dem Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER inkl. FER 21.

Zusätzlich werden darin die gemäss des Schweizerischen Rechnungslegungsrechts (32. Titel des Obligationenrechts) verlangten Informationen abgegeben.

1.1 Wertschriften

Die Wertschriften des Umlaufvermögens wurden zum Marktwert per Bilanzstichtag bilanziert. Auf die Bildung einer Schwankungsreserve wird verzichtet.

1.2 Emissionsgutschriften

Die Stiftung verfügt auf ihrem Konto im Schweizer Emissionshandelsregister per 31.12.2017 über insgesamt 4'188'184 Emissionsgutschriften. Davon werden dem Bund jedes Jahr die für die Erfüllung der jährlichen Kompensationspflicht benötigten Gutschriften ohne Gegenleistung übertragen.

1.3 Kompensationspflicht

Die Kompensationspflicht beträgt für das Jahr 2017 5% der im Berichtsjahr in der Schweiz in den Verkehr gesetzten fossilen Treibstoffe. Für die Erfüllung der Kompensationspflicht 2017 müssen 786'276 der gemäss Ziff. 1.2 verfüg­ba­ren Emissionsgutschriften eingesetzt werden.

1.4 Aktivierungsuntergrenze von Investitionen in Sachanlagen

Anschaffungen werden bilanziert ab einem Einzelbetrag von CHF 10'000 und wenn diese langfristigen Charakter haben. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen und Wertberichtigungen. Die Sachanlagen werden linear über die Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

1.5 Erhaltene Beiträge Kompensationsgemeinschaft

Die Mineralölgesellschaften, für welche die Stiftung KliK die Kompensationspflicht erfüllt, bezahlen der Stiftung ein Entgelt. Dieses deckt sämtliche Kosten, die der Stiftung im Zusammenhang mit der Erfüllung der Kompensationspflicht entstehen. Die Umsatzlegung erfolgt auf der Grundlage der Meldung der Carbura (Pflichtlagerorganisation der schweizerischen Mineralölwirtschaft)
über die kompensationspflichtige Menge der von den Teilnehmern der Kom­pen­sationsgemeinschaft in der Schweiz in Verkehr gebrachten Treibstoffe.

1.6 Rückstellungen

Mit der Unterzeichnung von Projektverträgen zum Erwerb von Emissionsgutschriften wurden kurz- sowie langfristige Zahlungsverpflichtungen eingegangen; die Summe der kurz- und langfristigen Zahlungsverpflichtungen aus den unterzeichneten Verträgen ist per Bilanzstichtag zurückgestellt.



II. Angaben zu Bilanz- und Betriebsrechnungspositionen


2.1 Wertschriften

2017

2016

Obligationen Schweiz

18'177'038.00

19'713'005.00

Obligationen Ausland

44'004'710.00

28'209'241.00

Aktien Schweiz

14'179'789.00

11'441'345.00

Aktien Ausland

21'743'230.00

23'268'303.00

Immobilien Schweiz

14'117'038.00

12'329'850.38

Total Marktwert der Wertschriften

112'221'805.00

94'961'744.38

Kursanpassung an Marktwert

12'080'394.67

6'730'192.88

Total Anschaffungskosten Wertschriften

100'141'410.33

88'231'551.50

Das Wertschriften-Portfolio wird nach Massgabe des vom Stiftungsrat am 

11. Januar 2013 genehmigten Anlagereglements bewirtschaftet.

2.2 Emissionsgutschriften

Die für die Kompensationspflicht bis Ende 2020 benötigten Emissionsgut­schriften werden dem Bund, wie unter 1.2 und 1.3 beschrieben, ohne Gegen­leistung übertragen und sind deshalb pro memoria mit CHF 1.– bilanziert.


2.3 Kurzfristige Rückstellungen Projekte

2017

2016

Einzelprojekte

46'053'984.00

48'684'246.00

Plattform Verkehr

39'641'260.00

25'349'060.00

Plattform Unternehmen

49'115'600.00

57'331'375.00

Plattform Gebäude

1'572'920.00

1'215'283.00

Plattform Landwirtschaft

524'400.00

22'050.00

Total kurzfristige Rückstellungen Projekte

136'908'164.00

132'602'014.00


2.4 Langfristige Rückstellungen Projekte

2017

2016

Einzelprojekte

106'551'977.00

172'477'571.00

Plattform Verkehr

158'655'560.00

111'555'320.00

Plattform Unternehmen

98'513'660.00

118'687'080.00

Plattform Gebäude

7'560'720.00

9'667'857.00

Plattform Landwirtschaft

3'975'750.00

2'636'850.00

Total langfristige Rückstellungen Projekte

375'257'667.00

415'024'678.00


2.5 Organisationskapital

Das Total Organisationskapital weist per 31. Dezember 2017 eine buchmässige Überschuldung aus. Dies ist zum einen damit begründet, dass die Verpflich­tungen aus Projektverträgen bis 2020 bereits vollumfänglich zurückgestellt sind, die Erträge der von den Teilnehmern der Kompensationsgemeinschaft bis 2020 vertraglich zugesicherten Beiträge hingegen nur für die aktuelle Berichtsperiode berücksichtigt sind. Zudem sind die mit den Verpflichtungen aus Programmen und Projekten erworbenen Emissionsgutschriften im Anlagevermögen nur pro memoria mit CHF 1.– bilanziert, da die für die Erfüllung der Kompensationspflicht jährlich benötigten Emissionsgutschriften dem Bund ohne Gegenleistung übertragen werden. Aus der rollenden Cashflow-Planung geht hervor, dass die Stiftung ihre Verbindlichkeiten bis zum Ende der Kompensationspflicht im Jahr 2020 erfüllen kann. Der Stiftungsrat hat daher von der Erstellung einer Zwischen­bilanz laut Art. 84a ZGB abgesehen.


2.6 Aufwand Programme

2017

2016

Einzelprojekte

– 41'584'588.10

3'743'140.20

Emissionsrechte CP1

0.00

341'800.00

Plattform Verkehr

81'496'696.35

110'691'924.75

Plattform Unternehmen

16'349'980.00

32'937'517.20

Plattform Gebäude

– 1'432'689.90

– 6'683'032.20

Plattform Landwirtschaft

1'841'250.00

– 1'594'050.00

Auslandzertifikate

0.00

22'479.90

Total Aufwand Programme

56'670'648.35

139'459'779.85

Die Aufwandsminderungen in 2017 betreffen die Einzelprojekte und die Plattform Gebäude und begründen sich durch die Auflösung der nicht mehr be­nötigten Rückstellungen aus dem Vorjahr. Im Vorjahr sind die Aufwands­minde-rungen bei den Plattformen Gebäude und Landwirtschaft durch den selben Sachverhalt begründet.

2.7 Aufwand Drittleistungen Programme

2017

2016

Beratungsaufwand Dritte

73'895.65

183'471.80

Kommunikationsaufwand Dritte

98'777.25

329'103.70

Vollzugskosten Dritte

454'663.05

439'350.45

Übriger Aufwand Drittleistungen

13'157.90

5'932.50

Total Drittleistungen Programme

640'493.85

957'858.45


2.8 Übriger Betriebsaufwand

2017

2016

Raumaufwand

45'204.80

46'888.70

Transportaufwand

18'847.50

18'009.40

Unterhalt, Reparatur



und Ersatz mobile Sachanlagen

2'136.05

8'912.30

Verwaltungs- und IT-Aufwand

219'297.75

318'328.15

Kommunikationsaufwand

158'467.35

162'731.65

Übriger Aufwand

12'036.25

12'679.90

Total übriger Betriebsaufwand

455'989.70

567'550.10


2.9 Finanzertrag

2017

2016

Wertschriftenertrag (Dividenden, Zinsen)

1'721'321.75

1'858'335.40

Realisierte Gewinne aus Kurs-



­veränderungen von Wertschriften

917'489.35

0.00

Nicht realisierte Gewinne aus Kurs-



­veränderungen von Wertschriften

5'204'166.57

2'584'656.60

Total Finanzertrag

7'842'977.67

4'442'992.00


2.10 Finanzaufwand

2017

2016

Zinsaufwand

517.30

0.00

Bank- und Postkontospesen

610.08

848.10

Wertschriftenaufwand (Geb./Komm.)

240'255.33

125'497.58

Realisierte Verluste aus Kurs-



­veränderungen von Wertschriften

52'075.54

0.00

Nicht realisierte Verluste aus Kurs-



­veränderungen von Wertschriften

714'906.93

723'464.45

Total Finanzaufwand

1'008'365.18

849'810.13


2.11 Ausserordentlicher Ertrag

2017

2016

Ausserordentlicher Ertrag

425'201.75

618'431.90

Nachbelastungen an Mitglieder der Kompensationsgemeinschaft gemäss Schlussabrechnung von Carbura über die jeweils im Vorjahr in Verkehr gesetzten Treibstoffe sowie im 2017 Erlöse aus dem Verkauf von Bescheinigungen 

an die Erfüllung der Kompensationspflicht Dritter von CHF 60'600.–. Der ausser­ordentliche Ertrag im Vorjahr betrifft ebenfalls Nachbelastungen an Teil­­nehmer der Kompensationsgemeinschaft gemäss Schlussabrechnung von Carbura
für die in 2015 in Verkehr gesetzten Treibstoffe sowie Erlöse aus dem Verkauf von Bescheinigungen an die Erfüllung der Kompensationspflicht Dritter
von CHF 513'450.–.

2.12 Ausserordentlicher Aufwand

2017

2016

Ausserordentlicher Aufwand

68'383.00

74'786.25

Der ausserordentliche Aufwand beinhaltet, wie bereits im Vorjahr, Gutschriften an Teilnehmer der Kompensationsgemeinschaft gemäss Schlussabrechnung von Carbura über die jeweils im Vorjahr in Verkehr gesetzten Treibstoffe.



III. Weitere Angaben


3.1 Eventualverbindlichkeit

Bei Nichteinhaltung der gesetzlichen Kompensationspflicht ist für jede fehlende Tonne CO₂ eine Sanktionszahlung von CHF 160 an den Bund zu leisten. Eine Nichteinhaltung der Kompensationspflicht könnte im Jahr 2020 eintreten, dies ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch noch nicht verlässlich abschätzbar. 


3.2 Entschädigung an die Mitglieder des Organs

2017

2016

Stiftungsrat

131'250.00

125'000.00

Mit der Geschäftsführung ist eine Person betraut. 


3.3 Entschädigung an die Revisionsstelle

2017

2016

Revision

25'000.00

25'570.00

Weitere Dienstleistungen

5'400.00

5'400.00


3.4 Vollzeitstellen

Die Anzahl der Vollzeitstellen lag im Berichtsjahr sowie im Vorjahr im Jahresdurchschnitt nicht über 10.

3.5 Verfügungsbeschränkung

2017

2016

Verfügungsbeschränkung flüssige Mittel

15'000.00

15'000.00


3.6 Genehmigung Jahresrechnung 2017

Die Jahresrechnung wurde vom Stiftungsrat an seiner Sitzung vom 11. Juni 2018 genehmigt.

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Organisation Organisation

Stiftungsrat
NameFunktionOrganisation
Daniel HoferPräsident
Erdöl-Vereinigung,
Migrol AG
Dr. Roland Bilang
Mitglied
Erdöl-Vereinigung
Constantin CronenbergMitglied bis 30.6.2017BP Switzerland
Andreas Flütsch
Mitglied seit 30.10.2017Varo Energy Marketing AG
Dr. Jürg KlossnerMitgliedA.H. Meyer & Cie AG
Martin ThomsenMitglied seit 01.07.2017 BP Switzerland


Geschäftsstelle
NameFunktion
Dr. Marco BergGeschäftsführer
Lorena PedalinoLeiterin Finanzen und Kommunikation
Mischa ClassenLeiter Ausland
Gaëlle FumeauxLeiterin Romandie und Tessin
Darja Tinibaev
Leiterin Deutschschweiz
Maria Lengacher
Assistentin Administration  
Anita Ferrara
Assistentin Kommunikation


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